[01.10.2020]

Am 29. Mai 2021, 10.30 bis 13.30 Uhr, veranstaltet der Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen auf der Leipziger Buchmesse ein Symposium zum Thema Must-have Schulbibliothek Bestandsaufnahme, Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards. Abstracts können bis zum 15. November 2020 eingereicht werden.

Zum Symposium

Eine Bibliothek sollte zur Grundausstattung jeder Schule gehören. Schätzungen zufolge verfügen aber gerade einmal 18% über einen solch besonderen Lernort; eine bundesweite Erhebung gibt es bislang nicht. Auch ist Schulbibliothek nicht gleich Schulbibliothek. Das Spektrum reicht vom Bücherregal im Klassenzimmer bis zur modernen Schulmediathek mit digitalen Arbeitsplätzen und ausgebildetem Personal. Regional unterschiedliche Rahmenbedingungen führen zu einer sehr diversen Schulbibliothekslandschaft. Schulbibliotheken sind weder im Schulrecht noch im Schulhaushalt verankert und werden als Spezialbibliotheken wahrgenommen. Das stellt alle, die eine Schulbibliothek aufbauen oder weiterentwickeln wollen, einerseits vor große Herausforderungen, bietet andererseits aber auch Chancen.

Mögliche Aspekte

  • Herausforderung Schulbibliothek: Definitionen – was sind Schulbibliotheken und warum sind sie notwendig? Versuch einer Verortung – welche Hürden müssen Schulen auf dem Weg zur Schulbibliothek bzw. -mediathek nehmen (Personal inkl. Aus- und Fortbildung, Platz, Geldmittel, Ausstattung, Digitalisierung)?
  • Schulbibliothek – das unerforschte Terrain: Überblick über Datenmaterial und Wirkungsanalysen. Welche Aspekte müssten genauer untersucht werden?
  • Schulbibliothek versus öffentliche Bibliothek als "Bildungspartner" der Schulen: Wo liegen die jeweiligen Vorteile? Welche Kooperationsmöglichkeiten bieten sich an?
  • Schulbibliothek = Schule + Bibliothek – Konzepte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit hinsichtlich Leseförderung, Sprachförderung, Informations- und Medienkompetenz. Was ist bei der Implementierung zu beachten? Wie findet man das passende Bibliothekskonzept? Auf welche Qualitätsstandards ist zu achten?
  • Attraktive Medienvielfalt – Anforderungen für den Bestandsaufbau, (Verhältnis Sachliteratur/Belletristik/Medien/Non-Book), Auswahlkriterien, Akquise, Fördermöglichkeiten und die Rolle der Verlage
  • Von wegen "Bitte leise!" – Die Bibliothek als Herz der Schule und ihr Potenzial für Aktion und Leseförderung. (aktive Einbindung der Schüler*innen in den Bibliotheksalltag, innovative Unterrichtsformen weg vom Frontalunterricht, Schreibwerkstätten, Vorlesewettbewerbe, Autorenlesungen uvm.)
  • Internationaler Vergleich: Welche Rolle spielt die Schulbibliothek in anderen Ländern? Welche internationalen und nationalen Studien liegen vor? Welche Besonderheiten gibt es?
  • Blick in die Kristallkugel – wie könnten Schulbibliotheken in 20 Jahren aussehen?

Zielgruppe

Das Symposium richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Buchhändlerinnen und -händler, Journalistinnen und Journalisten, Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von Kinder- und Jugendliteratur.

Mögliche Formate

  • Hauptvortrag (40 Minuten),
  • Kurzvortrag (25 Minuten),
  • Werkstattgespräch (20 Minuten / mit Vorschlägen für einzuladende Personen)

Abstracts, max. 1.500 Zeichen: Neben einer Inhaltsskizze bitten wir um einen Arbeitstitel, ggf. Angaben zu Literatur, auf die sich der Beitrag stützt, sowie um eine Kurzvita der Einreichenden (zwei bis drei Sätze zum beruflichen Hintergrund).

Einsendeschluss: bis 15. November 2020 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

[Quelle: Call for Papers]


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