[26.09.2019]

Im Frühjahr 2020 wird erstmalig der IBBY-iRead Outstanding Reading Promoter Award vom International Board on Books for Young People (IBBY) verliehen. Neben 18 internationalen Kandidatinnen und Kandidaten wurde die deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie vom Arbeitskreis für Jugendliteratur nominiert. Unterstützt wird die Nominierung vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und vom Goethe-Institut.

Zum Preis

Der IBBY-iRead Outstanding Reading Promoter Award wird 2020 zum ersten Mal vom International Board on Books for Young People (IBBY) und der chinesischen iRead Foundation verliehen. Ausgezeichnet werden damit Einzelpersonen für außergewöhnliches Engagement in der Leseförderung. Aktuell für den iRead Award vorgeschlagen sind 19 Kandidaten aus 17 Ländern. Die ersten beiden Preisträger werden im Frühjahr 2020 auf der internationalen Kinderbuchmesse in Bologna bekannt gegeben und erhalten je 200.000 RMB Yuan (rund 25.500 Euro). 150.000 RMB Yuan (rund 19.000 Euro) gehen zusätzlich an ein Leseförderprojekt ihrer Wahl. Die Preisverleihung findet im September 2020 beim IBBY-Weltkongress in Moskau statt.

Weitere Informationen zum Preis, zu den Nominierten und der iRead Foundation finden Sie hier.

Zur Nominierten

Kirsten Bois ist seit über 20 Jahren eine unermüdliche und erfolgreiche Vorkämpferin nachhaltiger Leseförderung – in Deutschland wie in Afrika. Mit vielen ihrer Bücher baut sie Brücken zwischen den Kontinenten. Ihr Anliegen ist es, dass alle Kinder eine Chance haben, die Freude am Lesen zu entdecken, und dass dies unter den unterschiedlichsten Lebensumständen Realität werden kann.
In Deutschland nutzt die Autorin ihre Bekanntheit, um Politik und Öffentlichkeit immer wieder auf die Bedeutung der Leseförderung aufmerksam zu machen. Zuletzt initiierte sie die Hamburger Erklärung "Jedes Kind muss lesen lernen", in der sie fordert, dass in Deutschland kein Kind die Grundschule verlassen darf, ohne sinnentnehmend lesen zu können. Als Schirmherrin unterstützt Kirsten Boie zudem zahlreiche weitere Leseförderinitiativen, u.a. Buchstart Hamburg, Die Insel liest oder Lüneburg liest.
In Afrika setzt Kirsten Boie sich dafür ein, dass es überhaupt gedruckte Geschichten für Kinder in ihrer Muttersprache gibt und dass eine Lesekultur entstehen kann. Dafür hält sie Workshops für afrikanische Autoren und hat in Swasiland als Teil eines Aids-Waisenprojekts das Programm Bookcrazy entwickelt. In dessen Rahmen konnten erste Bilderbücher in der Landessprache gedruckt und Betreuer in Seminaren dazu angeregt werden, diese in der Vermittlung einzusetzen. Aktuell entstehen in Kooperation mit der Bibliothek der Distrikt-Hauptstadt Nhlangano auch Leseclubs.
Für ihr Werk wurde Kirsten Boie bereits vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt sie 2007 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. Schon damals ehrte die Jury "die Autorin als rastlose und erfolgreiche Vorkämpferin ästhetischer Erziehung und nachhaltiger Leseförderung". Mit der Nominierung für den IBBY i-Read Award möchte der Arbeitskreis für Jugendliteratur Kirsten Boie in ihrem Engagement für das Recht von Kindern auf Bildung und Zugang zu Büchern unterstützen.

[Quelle: Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.]


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