[10.02.2020]

Bilderbücher schlagen eine besondere Brücke vom vorlesenden Erwachsenen zum Kind: mit ihrer Hilfe können Kinder im übertragenen Sinne "Huckepack" genommen werden. Dieser Gedanke stand Pate, als im Frühjahr 2016 der HUCKEPACK Bilderbuchpreis ins Leben gerufen wurde. Aus über 373 gesichteten Werken haben es nun 11 Bilderbücher auf die Nominierungsliste 2020 geschafft. (Die Reihenfolge entspricht keiner Wertung.) Die Preisvergabe erfolgt am 15. Mai 2020  im Rahmen der fachwissenschaftlichen Tagung In Bilderbüchern Stärke finden in der Stadtbibliothek Bremen.

  • Marcy Campbell (Text) & Corinna Luyken (Illustration): Adrian hat gar kein Pferd. Aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. München: cbj, 2019.
    Hat der versponnene Adrian wirklich ein Pferd oder lügt er bloß? Für Zoe ist die Antwort klar! Aber gibt es vielleicht noch eine dritte Möglichkeit? Behutsam bestärkt Zoes Mutter sie darin, selbst darauf zu kommen, was für ein Geheimnis sich hinter Adrians Pferd verbirgt.

 

  • Marianne Dubuc: Komm mit, Lulu. Aus dem Französischen von Anna Taube. Hamburg: Carlsen, 2019.
    Die alte Frau Dachs wandet jeden Sonntag allein auf den Berg hinter ihrem Haus. Bis ihr der kleine Kater Lulu neugierig folgt und sich von nun an von ihr zeigen lässt, was sie in ihrem Leben wichtig findet. Als sie zu alt für ihre Spaziergänge wird, ermutigt Lulu sie dazu, trotzdem rauszugehen. Er gibt ihr viel von dem zurück, was er von ihr erfahren hat – und er gibt ihr Wissen weiter. Eine zarte und poetische Geschichte um Freundschaft und innere Stärke.

 

  • John Hare: Ausflug zum Mond. Frankfurt a.M.: Moritz Verlag, 2019.
    Beim Ausflug auf den Mond vergessen zu werden klingt nach einem furchtbaren Erlebnis! Doch das Kind, das in diesem textlosen Bilderbuch zunächst zurückbleibt, gerät nicht in Panik. In ruhigem Vertrauen darauf, dass alles gut wird, packt es seine Buntstifte aus … – und macht wenig später eine eindrucksvolle Entdeckung!

 

  • Jory John (Text) & Lane Smith (Illustration): Roberta und Henry. Aus dem Amerikanischen von Andreas Steinhöfel. Hamburg: Carlsen, 2019.
    Zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein … Bodyshaming ist derzeit ein großes Thema! Giraffe Roberta findet ihren Hals zu lang. Unmöglich geradezu! Aber Schildkröte Henry sieht das ganz anders. In hinreißend witzigen Dialogen erzählte Geschichte um eine Selbsterkenntnis auf Umwegen – wichtiges Thema!

 

  • Wendy Meddour (Text) & Daniel Egnéus (Illustration): Warum bist du traurig, Opa? Aus dem Englischen von Tatjana Kröll. München: Knesebeck, 2019.
    Weil der Opa traurig ist und sich nicht kümmern kann, denkt sich Krümel ein Spiel aus, mit dem er ihn wieder auf andere Gedanken bringt. Zauberhafte Großvater-Enkel-Geschichte um Trauer, Erinnerung und Liebe – und darum, wie auch Kleine die Großen manchmal HUCKEPACK nehmen.

 

  • Abigail Rayner (Text) & Molly Ruttan (Illustration): Ich bin ein Dieb. Aus dem Englischen von Anna Schaub. Zürich: NordSüd, 2019.
    Weil der funkelnde Stein in der Schulausstellung Elisa gar so gut gefällt, steckt sie ihn blitzschnell ein. Ist sie deshalb ein Dieb? Ein wunderbar augenzwinkerndes Buch über ein hochaktuelles Thema, das zum Nachdenken und Reden anregt und darüber all diejenigen HUCKEPACK nimmt, die hier einen kleinen Denkanstoß brauchen.

 

  • Leonora Leitl: Königin für eine Nacht. Mannheim: Kunstanstifter, 2019.
    Die plötzliche Arbeitslosigkeit der Mutter wirkt sich auf die ganze Familie aus. Immer trauriger wird die Mutter und immer stärker der Wunsch ihrer Kinder, ihr zu helfen. Familienzusammenhalt, Kreativität und der unerschütterliche Glaube daran, dass schließlich alles gut wird, machen die Stärke dieses feinen, leisen Bilderbuchs aus, das viele Hinweise gibt, wie man gemeinsam mit einer Krisensituation umgehen kann.

 

  • Kerstin Hau (Text) & Julie Völk (Illustration): Das Dunkle und das Helle. Zürich: NordSüd Verlag, 2019.
    Das Struppige wohnt im Dunklen, das Zarte in einer Welt voller Farben. Beide sind neugierig auf die andere Seite und wagen sich aufeinander zu. Behutsam hilft das Zarte dem Struppigen, sich im Hellen zurechtzufinden – doch eines Tages ist es verschwunden. Mit einer alten Blautechnik  auberhaft gestaltetes Bilderbuch um gegenseitiges Helfen, aber auch darum, die Hilfe des anderen annehmen zu können.

 

  • Jim Helmore (Text) & Richard Jones (Illustration): Mein Freund, der Schneelöwe. Aus dem Englischen von Gundula Müller-Wallraf. München: Knesebeck, 2019.
    Im neuen Haus fühlt sich Caro unsicher und allein. Doch in dem Weiß der Wände lebt ein Schneelöwe, der das Mädchen ermutigt, auf Entdeckungsreise zu gehen und endlich auch draußen neue Freunde zu finden. In dieser Bestärkung und dem abschließenden Versprechen, auch dann für das Mädchen da zu sein, wenn es ihn nicht mehr sieht, steckt ein wunderbarer HUCKEPACK-Gedanke.

 

  • Petra Postert (Text) & Jens Rassmus (Illustration): Wann sind wir endlich da? München: Tulipan, 2019.
    Um sich auf einer langen Autofahrt die Zeit zu vertreiben, erzählt ein Vater seinem Sohn eine lange Geschichte. Immer wieder bringt der kleine Jim neue Ideen ein und hilft damit seinem Papa, wach zu bleiben. Hier erleben kleine Leserinnen und Leser, wie man allein mit der Kraft von Geschichten andere HUCKEPACK nehmen kann.

 

  • Zoubida Mouhssin (Text) & Pascale Moutte-Baur (Illustration): Ente steckt fest. Aus dem Niederländischen von Johnny Van Hove. Aschaffenburg: Alibri, 2019.
    Ente ist im See festgefroren. Obwohl viele Tiere ihr aus der misslichen Lage helfen wollen, scheint alles aussichtslos. Es ist schließlich ein kleiner Fisch, der zwar nichts ausrichten kann, aber seine Angst überwindet und den grimmigen Biber alarmiert. Ein humorvolles und ermutigendes Bilderbuch über Empathie und Hilfsbereitschaft.

[Quelle: Pressemitteilung]


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