Die kleine Aurelia wäscht sich nicht gerne, schon gar nicht, wenn sie draußen gespielt hat. Aber wie waschen sich eigentlich Tiere? Aurelia probiert es aus! Ein Buch für Kinder ab drei Jahren, das nicht nur die Notwendigkeit des Waschens vermittelt, sondern auch zeigt, wie sich wildlebende Tiere in der Natur sauber halten.

Flechsig, Dorothea (Text)/Bauer, Suse (Bild): Kleiner Dreckspatz Aurelia. Wasch dich doch mal!
Glückschuh, Falkensee, 2017.
38 Seiten, 9,95 €
ISBN 978-3-943030-48-8.
Empfohlen ab 3 Jahren.
 
Inhalt

Der Inhalt des von Dorothea Flechsig und Suse Bauer gestalteten Bilderbuchs ist einfach und kurz erzählt: Aurelia will sich nicht waschen. Vom Duschen und Baden hält sie noch weniger. Stattdessen fragt sie sich, wie sich andere Tiere waschen: Wie waschen sich ein Spatz, ein Elefant, eine Katze, eine Schlange, ein Bär, ein Eichelhäher? Und Aurelia probiert direkt alles aus: Sie badet im Staub wie ein Spatz, sie wäscht sich im Schlamm wie ein Elefant, sie putzt sich mit Spucke wie die Katze, sie reibt sich an der Baumrinde wie ein Bär, sie reibt sich die Haut mit Steinen wie eine Schlange – und sie "wäscht sich wie der Eichelhäher mit Ameisenpipi." (o.P.) Und das ist letztendlich auch der Grund dafür, dass Aurelia dann doch in die Badewanne und sich ganz herkömmlich mit Wasser und Seife waschen will. Wie sich ein Wildschwein wäscht, will sie direkt am nächsten Tag ausprobieren.
 

Kritik

In ihrem von Suse Bauer illustrierten Buch Kleiner Dreckspatz Aurelia verknüpft Dorothea Flechsig – wie in ihren anderen Büchern auch – das Thema Natur und Tierwelt mit der kindlichen Lebenswelt und führt die jungen LeserInnen an die Welt der Tiere heran. Das kleinformatige Buch präsentiert in ganzseitig kolorierten Bildern die Tiere und ihre Art, sich zu waschen, was schließlich von Aurelia nachgemacht wird. Die Bilder weisen einen hohen Wiedererkennungswert auf, gleichzeitig bieten sie Kindern die Möglichkeit, bestimmte Eigenheiten der jeweiligen Tiere zu entdecken. So finden sich z. B. die für den Eichelhäher charakteristischen blau-schwarz-weiß gestreiften Federn. Auch die typische Färbung des Spatz‘ ist wiedergegeben.
Die Geschichte ist in einfacher Sprache erzählt und für Kinder leicht verständlich – sowohl wenn die Geschichte vorgelesen wird, als auch wenn Kinder anfangen, sie selbst zu lesen. Gleichzeitig fällt auf, dass im Grunde zirkulär erzählt wird: Ist es zunächst Aurelia, die die Tiere bei ihrer Fell- und Hautpflege beobachtet und sich abguckt, wie sie sich putzen, so schauen die Tiere später Aurelia zu, wie sie das Putzen der Tiere nachahmt.
Insofern bietet das Buch nicht nur die Geschichte von Aurelia und ihrer Abneigung gegen das Waschen, sondern gibt gleichzeitig einen Einblick in das Verhalten der Tiere.

Fazit

Mit Kleiner Dreckspatz Aurelia ist Dorothea Flechsig und Suse Bauer eine Geschichte gelungen, die sich um Sauberkeit dreht – und damit einen durchaus pädagogischen Touch beinhaltet –, aber trotzdem nicht langweilig ist oder gar mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger daherkommt. Die Kombination von Natur und dem Leben der Tiere mit der kindlichen Lebenswelt macht LeserInnen ab drei Jahren sicherlich Spaß.
 

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