Vision Kino 12: Film - Kompetenz - Bildung

Köln, 05. - 07. Dezember 2012

Beim Kongress 2012 soll im Mittelpunkt die Bedeutung der Filmbildung für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen stehen.

So ist beispielsweise die Auseinandersetzung mit dem Thema medial dargestellter Gewalt eine gesellschafts- wie bildungspolitische wichtige Aufgabe, vor die sich neben den Institutionen des Jugendmedienschutzes vor allem der Bildungsbereich gestellt sieht. Nicht erst Phänomene wie beispielsweise "Cyber-Mobbing" und "Happy Slapping" zeigen in diesem Zusammenhang: Der Umgang mit, ja auch die "Lust" junger Menschen an realer wie filmisch-medialer (Jugend-)Gewalt stellt Akteure in Elternhaus, Schule und außerschulischer Bildungsarbeit vor große erzieherische und pädagogische Herausforderungen. Doch auch die Filmwirtschaft muss kritisch gefragt werden, welchen Weg sie zwischen kommerziellen Interessen und jugendschützenden Erfordernissen bei der Produktion und Bewerbung von gewaltdarstellenden und anderen entwicklungsbeeinträchtigenden Medienangeboten einschlagen möchte.

Ästhetische Filmerziehung kann ein Weg sein, um Zugangsmöglichkeiten zu diesem schwierigen Thema zu finden und zu vermitteln. Angesichts der genannten Beispiele für problematische Film- und Medienangebote vermag Filmbildung wachsende Orientierungsbedürfnisse in der Mediengesellschaft konstruktiv aufzugreifen. Filmkompetenz befähigt Kinder und Jugendliche, sich vor möglichen negativen Einflüssen und Wirkungen von Filmen und Medien selbstbewusst schützen zu lernen, ihre Persönlichkeit zu stärken und eigene Positionen zu entwickeln (Stichwort: Zivilcourage).

Als weiteres, von der Filmpädagogik bisher kaum behandeltes Thema sollen die Anforderungen einer inklusiven Bildungspolitik an die Filmbildung bzw. die Chancen, die im Film liegen für die Integration benachteiligter Kinder und Jugendlicher, diskutiert werden.

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