Von Bernd Hegen

Wer bei Bilderbüchern nur an vorschulischen Lesestoff in Kinderzimmern denkt, hat weit gefehlt. Auf dem Bilderbuchmarkt gibt es heute hoch künstlerische und ästhetisch anspruchsvolle Bilderbücher, Comics und Graphic Novels. Wie Bilderbücher in der literarästhetischen Bildung von der Grundschule bis hin zur Sekundarstufe eingesetzt werden können, ist Thema der zweiten Landauer Bilderbuchtagung. Am 19. und 20. Juni 2015 referieren am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau Wissenschaftler aus Deutschland und dem Ausland aus unterschiedlichen Fachrichtungen über die Rezeptionsforschung von Bilderbüchern. Die Tagung ist offen für alle Interessierte. 

In Deutschland ist die Bilderbuchrezeption ein noch junges Forschungsfeld. Im angelsächsischen Sprachraum beschäftigt sich die Wissenschaft bereits länger mit literarästhetisch anspruchsvollen Bilderbüchern. Als Auftaktredner zur Tagung werden daher Forscher aus Großbritannien sprechen. Wissenschaftler aus Literaturdidaktik und Literaturwissenschaft, Sprachdidaktik und Sprachwissenschaft, Kunstpädagogik und Bildungswissenschaft werden ein fächerübergreifendes Schlaglicht auf die Rezeption und Herausforderungen von Bilderbüchern als komplexe ästhetische Gebilde werfen. Auch Mehrsprachigkeit und Medienpluralität, die beide die aktuellen Bildungsprozesse beeinflussen, werden thematisiert. 

Die Rolle der Bilder in der Kommunikation hat durch den Siegeszug des Internets und der sozialen Netzwerke kontinuierlich zugenommen. Neben dem schriftlichen Zeichensystem müssen Schülerinnen und Schüler somit auch in der Lage sein, Bilder lesen zu können. Die "visual literacy", also die Lesekompetenz mit Blick auf Schrift/Literatur und Bild, ist aktuell verstärkt im Fokus der didaktischen Diskussionen. In der Lehramtsausbildung am Campus Landau ist die didaktische Vermittlung des Bilderlesens daher mittlerweile auch Teil der Ausbildung. 

Die Tagung wird gemeinsam ausgerichtet von der Universität Koblenz-Landau und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die Tagung kann komplett, nur an einem Tag oder für einzelne Vorträge besucht werden. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) für einen Tag, 40 Euro (25 Euro) für zwei Tage. Anmeldungen bis zum 15. Juni 2015 sind per E-Mail möglich an Dr. Andrea Wetterauer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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