Der Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. bietet vom 16. bis 18. November 2012 ein Seminar zu dem Thema "Schnee von gestern? Oder: Ist Frau Holle noch aktuell? 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm" in der evangelischen Tagesstätte Hofgeismar an.

Das Seminar geht im Rahmen von Vorträgen, Arbeitsgruppen sowie einer gemeinsamen Exkursion in das Brüder-Grimm-Museum in Kassel den Spuren nach, den die mittlerweile zu Klassikern avancierten Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm in der gegenwärtigen Medienkultur hinterlassen haben: Wie rezipieren Kinder heutzutage Märchen? Auf welchen medialen Wegen kommen sie zuerst mit Märchen in Kontakt? Wie aktuell sind Märchen heutzutage?

Derzeit sind noch Plätze frei.

Ausführliche Informationen zum Seminar

Vor 200 Jahren veröffentlichten Wilhelm und Jacob Grimm die erste Sammlung der Kinder- und Hausmärchen. Zu einer Zeit als die mündliche Überlieferung und das lebendige Erzählen in Gruppen immer mehr zurück gingen, retteten sie die Märchen vor dem Vergessen. Inzwischen haben diese ihren Siegeszug durch die ganze Welt angetreten.

Bis heute liefern sie für verschiedene Forschungsrichtungen immer noch hinreichend Stoff für neue Erkenntnisse und Veröffentlichungen, wie Hans-Jörg Uther deutlich macht. Da Märchen nicht nur durch das Wort, sondern auch durch die Bilder, die sie hervorrufen, leben, haben sie immer wieder bildende Künstler zu Illustrationen inspiriert. Diesem Aspekt widmen sich Gundel Mattenklott und die Künstlerin Susanne Janssen, die für die Illustration von Hänsel und Gretel 2008 den Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt. Mit dem Begriff Kinder- und Hausmärchen definierten die Grimms vor 200 Jahren ihre Zielgruppe. Die Frage ist: Wie werden die Märchen von heutigen Kindern rezipiert? Antworten hat Karin Richter bei ihrer empirischen Forschung in Schulklassen gefunden.

Heute stehen die Märchen der Brüder Grimm in Konkurrenz zu einer vielfältigen Kinder- und Jugendliteratur und diversen multimedialen Angeboten. Für viele Kinder bildet das Vorlesen des Originaltextes durch die Eltern nicht mehr den ersten Zugang zu den Märchen. Sie lernen sie in Kindergarten, Schule und Bibliothek kennen durch Bilderbücher, Lieder, Filme und Theater.

Diesen Spuren wollen wir in den Arbeitsgruppen des Seminars nachgehen und uns fragen, ob und in welcher Weise der Märchenschluss "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute" auch auf die Märchen selbst zutrifft: Die hohe Kunst des Märchenerzählens, die Kinder zu aktiven und begeisterten Zuhörern macht, wird gerade wieder entdeckt und gelehrt. Das Märchentheater entwickelt immer neue und überraschende Formen. Illustrationen ebnen den Weg zum Kern der Märchen und helfen, sprachliche Hürden zu überwinden. Der Märchenfilm zeigt neue Dimensionen im Hinblick auf Produktion, Qualität und Verbreitung.

Programm und Anmeldung

Seminar-Flyer mit Programm und Anmeldeinformationen

Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung stehen auch auf der Homepage des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V. zur Verfügung.

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