Was heißt Literacy und wie wird sie in der frühen Kindheit erworben? Das alljährliche Symposium des Arbeitskreises für Jugendliteratur auf der Leipziger Buchmesse beschäftigt sich 2014 mit dem Thema Literacy. Es findet am 15. März 2014 von 10.30 bis 13.30 Uhr im Saal 4 des Congress Centers Messe Leipzig statt. Unter Leitung von Regina Pantos erörtern Prof. Dr. Stefan Brée, Prof. Dr. Kümmerling-Meibauer und Sylvia Näger Rahmenbedingungen für Literacy-Erziehung in der frühen Kindheit. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.

Für den angelsächsischen Begriff Literacy gibt es im Deutschen keine adäquate Übersetzung. Konkret geht es um den Erwerb von Kompetenzen rund um Buch-, Erzähl-, Bild- und Schriftkultur und die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Der Ort, an dem die ersten frühkindlichen Literacy-Erfahrungen gemacht werden, ist in der Regel das Elternhaus. Ergänzend kommen die Tageseinrichtungen für Kinder und die Schule hinzu. Im Symposium gehen die Referenten der Frage nach, wie Literacy-Erziehung sinnvoll in die pädagogischen Konzepte der Familien, Kindergärten und Schulen eingebaut werden kann und über welche Qualifikationen Eltern und ErzieherIinnen verfügen sollten, um diesen Prozess sensibel und förderlich zu begleiten.

Sylvia Näger ist Diplom-Medienpädagogin und Dozentin in der Aus- und Fortbildung von Grundschullehrenden, Bibliothekaren und Erziehern. Sie zeigt in ihrem Vortrag die Verbindung von mündlicher und schriftlicher Sprache auf und geht auf die Bedeutung der Bildungsaufgabe ein, Kindern früh zu ermöglichen, sich selbst als sprechende, schreibende und lesende Person zu erleben.

Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer stellt das Zusammenspiel von Literacy und Kinderliteratur dar und zeigt anhand exemplarischer Beispiele, dass Bilderwerb, Spracherwerb und Literaturerwerb eng miteinander verzahnt sind. Sie ist Professorin an der Universität Tübingen; ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. internationale Kinder- und Jugendliteratur, Literacy Studies und Bilderbuchforschung. Prof. Dr. Stefan Brée, Lehrstuhlinhaber im Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter an der HAWK Hildesheim, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Rekonstruktion kindlicher Perspektiven als ästhetische Erfahrung und Grundlage für hochschuldidaktische Ansätze in der Kindheitspädagogik.

Programm und Anmeldung beim Arbeitskreis für Jugendliteratur finden Sie hier.

 

(Quelle: Arbeitskreis für Jugendliteratur)

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