Symposium am 16./17. Mai 2014 am Institut für Wissenschaft und Kunst (Wien): Kinder- und Jugendliteratur erfüllt nicht nur unterschiedliche pädagogische Funktionen; in dieser Literatursparte lassen sich auch sehr divergente gesellschaftspolitische Strömungen ausmachen: Waren in den 1920er Jahren in Österreich starke aufklärerische Tendenzen zu beobachten, wurden diese im austrofaschistischen "Ständestaat" und unter dem Nationalsozialismus durch fremdenfeindliche, nationalistische Tendenzen zurückgedrängt oder auch verboten. Diese Umbruchzeit (1918-1945) steht im Fokus des geplanten Symposiums.

Die in der Zwischenkriegszeit erschienenen Werke, vor allem jene, die in Österreich oder von österreichischen AutorInnen geschaffen wurden, sowie die im Exil entstandenen Werke der Kinder- und Jugendliteratur sollen zur Diskussion gestellt werden. Dabei sollen vor allem die Produktionsbedingungen, die Verlagssituation, die soziale Lage der VerfasserInnen, der jeweilige thematische Schwerpunkt, die Illustrationen sowie die Verbreitung und Rezeption dieser Literatur Berücksichtigung finden.

Innerhalb dieses allgemeinen Rahmens sollen insbesondere folgende Themen zur Diskussion stehen:

  • Wie wirkte sich die politische Situation der Zwischenkriegszeit auf die kinder- und jugendliterarische Produktion im deutschsprachigen Raum – vor allem in Österreich – aus?
  • Welche thematischen Tendenzen sind zu beobachten und wie wurde Kinder- und Jugendliteratur während dieser Zeit rezipiert?
  • Welche Auswirkungen hat das Aufkommen des Nationalsozialismus?
  • Welche Bedingungen für das Entstehen von Kinder- und Jugendliteratur fan-den AutorInnen in den Exilländern vor?
  • Wie wurden die im Exil entstandenen Werke rezipiert?

Das Symposium wird vom Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung (ÖG-KJLF) in Wien veranstaltet. Es wird sich darum bemüht, Reise- und Aufenthaltskosten zumindest teilweise abzudecken. Es ist beabsichtigt, die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser Konferenz in einem Sammelband zu veröffentlichen.

Vorschläge für einen 20-minütigen Vortrag (plus 10 Minuten Diskussionszeit) sowie eine Kurzbiografie bitte bis zum 28. Februar 2014 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

(Quelle: Institut für Wissenschaft und Kunst)

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