21. Internationales Bremer Symposium zum Film

Einreichfrist: 30.10.2015

Das 21. Internationale Bremer Symposium zum Film befragt das Verhältnis von Kino und Kindheit in Hinblick auf Ästhetik, Medialität und Kulturgeschichte des Films. Film ist ein Medium der Darstellung und Reflexion von Kindheit: Filme produzieren kulturelle Bilder und Erzählungen der Kindheit, sie sind Ausdruck der biografischen Erfahrung von Erwachsenen, zeichnen die Lebenswirklichkeit von Kindern auf und vermitteln Zuschauern die Erfahrung des Kindseins.

In der Geschichte des Films diente der Bezug zur Kindheit zudem häufig zum Nachdenken über die Eigenschaften des Mediums selbst: Die Aufzeichnung der Kindheit in Dokumentar- oder Amateurfilmen und die Arbeit mit Kindern als Darstellern in Spielfilmen fordern Fragen nach dem filmischen Realismus, den Grenzen von Spiel und Sein, ebenso wie dem Verhältnis von Regie und Schauspiel heraus. Der Blick des Kindes wurde vielfach mit der Wahrnehmung des Zuschauers im Kino, ebenso wie mit der Haltung der Regie in Verbindung gebracht – nicht nur, wenn Kinder selbst die Kamera führen.

Unter dem Stichwort ‚Kino in der Kindheit’ wurde zudem die bildende und soziale Funktion des Mediums Film thematisiert: Wie prägen Filme die Wahrnehmung und das Gedächtnis? Wie können Zuschauer mit Filmen die eigene Kindheit erinnern und über sie kommunizieren?

Das 21. Internationale Bremer Symposium zum Film möchte dieses Feld öffnen, und die vielfältigen Bezugspunkte von Kindheit und Film mit Fachleuten aus der Wissenschaft, Vermittlung und Produktion, ebenso wie mit Filminteressierten diskutieren. Als Hauptvortragende haben bereits zugesagt: Alain Bergala (Paris), Vicky Lebeau (Sussex), Karen Lury (Glasgow).

Den ausführlichen Call for Papers finden Sie hier.

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