von Muriel Manzoni, B.A.

Vor über 50 Jahren erfand der Franzose René Goscinny die Kinderbuchserie Le Petit Nicolas. Die Erlebnisse des kleinen Jungen mit dem roten Pullunder und der Krawatte kennt heute jedes Kind. Nun wurde die Geschichte verfilmt.



Inhalt

Der kleine Nick führt eine glückliche und wohlbehütete Kindheit. Sein Leben ist ‚chouette‘ und könnte seiner Ansicht nach so bleiben, wie es ist. Obwohl er ein schlechter Schüler ist, geht er gerne zur Schule. Dort trifft man Freunde, prügelt sich und hat meist viel Spaß. Doch eines Tages kommt alles anders: Nick belauscht seine Eltern und glaubt, dass er ein Geschwisterchen bekommt. Er freut sich darauf, bis ein Klassenkamerad ihm erzählt, dass die Eltern ihn nicht mehr haben wollen, sobald der kleine Bruder da ist.

Nick versucht nun seinen Eltern besonders gut zu gefallen: Er putzt  zusammen mit seinen Freunden zusammen die Wohnung und macht seiner Mutter Geschenke. Dieses Bemühen endet jedoch immer in einer Katastrophe. So gründet Nick mit seinen Freunden einen Geheimbund und möchte das neue Baby verschwinden lassen. Doch dafür brauchen er und seine Freunde einen Gangster und natürlich sehr viel Geld…

Kritik

Bei dem kleinen Nick handelt es sich um eine gelungene Verfilmung, die den Alltag aus Kindersicht schildert: sich streitende Eltern, gereizte Nachbarn, nervende Lehrer und der beste Freund Otto (im Original: Alceste) der ziemlich dick ist und ständig isst.

Doch wer Hollywood sucht, wird hier nicht fündig. Der  Regisseur Laurent Tirard hat Nicks Abenteur dort gelassen, wo sie am besten funktionieren: In den „muffig-behäbigen“ Frühsechzigern, wo schon der Kauf eines Fernsehers eine Sensation darstellt.  Tirard fügt mit subtilem Humor einzelne Epiosoden und Motive der Bücher zu einer geschlossenen Geschichte zusammen. Abgerundet werden die Abenteuer des kleinen Nicks und seiner Bande mit dem authentischen 50er-Jahre-Setdesign, den Kostümen, den Oldtimern und der Musik. Jeder der den französischen Humor und Film mag, kommt hier auf seine Kosten, denn sowohl das französische Original, wie auch seine Übersetzung sind durchaus gelungen.

Die Empfehlung:  Für Klein und Groß, bis hin zum Erwachsenen-Alter. In Deutschland ist die DVD des Der kleine Nick seit März 2011 erhältlich.

 

Titel: Der kleine Nick
Originaltitel: Le Petit Nicolas
Produktionsland: Frankreich
Produktionsjahr: 2009
Dauer: 91 Minuten
Altersfreigabe: Ohne Altersbeschränkung
Erscheinungsdatum (Deutschland): 26.08.2010
Verleih: Central
Einspielergebnis: $ 60 Mio.
Regisseur: Laurent Tirard
Drehbuch: Laurent Tirard und Grégoire Vigneron
Buchvorlage: René Goscinny: Le petit Nicolas
Darsteller: Maxime Godart (Nick), Valérie Lemercier (Mutter), Kad Merad (Vater), Louise Bourgoin (Floristin)
Kamera: Denis Rouden
Musik: Klaus Badelt
Schnitt: Valérie Deseine
Produzent: Eric Jehelmann

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