[05.04.2017]

von Kjara von Staden

 © privat

Vivien Sprenger (19) ist Vielleserin, Jurastudentin und Autorin. Ihr Debüt Everly. Schattenreich des Himmels erschien im Januar 2017 bei Dark Diamonds, einem digitalen Imprint des Hamburger Verlags Carlsen. Während sie sich im Rahmen ihres Studiums mit Gesetzestexten auseinandersetzen muss, kreiert sie in ihrer Freizeit Fantasy-Texte. In Everly. Schattenreich des Himmels erzählt Sprenger die Geschichte einer Nephilim, deren Aufgabe es ist, gegen Dämonen zu kämpfen. Aufgrund einer fatalen Entscheidung, die den Tod einer ihrer besten Freunde mit sich zieht, wird Everly jedoch aus der Engel-Gemeinschaft ausgestoßen und muss zwischen normalen Menschen leben – bis ihre Verurteilung infolge mysteriöser Vorkommnisse aufgehoben wird.

Warum hast du dich dazu entschieden, einen Roman über Engel und Nephilim zu schreiben?

Ich glaube, eine richtige Entscheidung gab es da gar nicht. Vor Jahren habe ich Engel der Nacht von Becca Fitzpatrick gelesen und seitdem haben mich Engel und Nephilim fasziniert. Von da an stand eigentlich fest, dass ich irgendwann einen Roman über Engel schreibe. Lange Zeit fehlte mir aber die packende Idee. Es gab zwar einige Ansätze, aber die verliefen ziemlich schnell wieder im Sand. Everly ist dann aus zwei unvollendeten Projekten heraus entstanden. Das eine gab die Halbengel-Thematik her, während das andere für den nötigen Rahmen sorgte. Seitdem wandert bei mir jedenfalls kein unbeendetes Manuskript mehr in den Papierkorb – wie man sieht, weiß man nie, was daraus vielleicht noch wird. 

Ist dies dein erstes Buch?

Ja, das ist es. Zumindest das erste, das veröffentlicht wurde. Und ich bin immer noch wahnsinnig glücklich, dass es nach einigen erfolglosen Anläufen endlich mit der Veröffentlichung geklappt hat!

Wann hast du mit dem Schreiben angefangen?

Das kann ich gar nicht mehr ganz genau beantworten. Es muss irgendwann in der sechsten oder siebten Klasse gewesen sein. Da habe ich meine ersten Romane gelesen – übrigens war das die Twilight-Saga von Stephenie Meyer – und wusste sofort: So etwas will ich auch unbedingt schreiben! Meine erste beendete Geschichte befindet sich noch immer auf meinem Laptop und manchmal lese ich aus Spaß gerne ein paar Seiten daraus. 

Du schreibst an mehreren Romanen gleichzeitig. Hast du eine bestimmte Methode, um dich auf die unterschiedlichen Protagonisten und Geschichten einzustellen?

Beim Schreiben höre ich fast immer Musik. Dafür habe ich dann bestimmte Lieder oder ganze Playlists, die meiner Meinung nach zu den Charakteren, der Handlung und allgemein zu meinen Vorstellungen und der Stimmung im Roman passen. Das hilft mir, mich auf die verschiedenen Geschichten einzustellen und in sie einzutauchen. 

Wie bist du auf Carlsens Imprint Dark Diamonds aufmerksam geworden? 

Wirklich aufmerksam bin ich auf Dark Diamonds erst durch die Zusage für das eingereichte Manuskript zu Everly geworden. Ursprünglich ging das Manuskript nämlich an Impress, ein anderes digitales Imprint bei Carlsen. Da die Geschichte um Ever und ihre Freunde aber doch etwas düsterer ist, bot man mir an, den Roman im neuen Imprint Dark Diamonds zu veröffentlichen. Ich war begeistert, Teil von etwas Neuem sein zu dürfen und schon innerhalb weniger Tage wusste ich, dass hinter Dark Diamonds kreative Autoren, wunderbare Projekte und ein tolles Team stecken – mein Debüt und ich wurden herzlich in Empfang genommen und fühlen uns seitdem rundum wohl bei Dark Diamonds! 

Gibt es Autoren, die dich beeinflusst haben?

Zu viele, um sie alle hier aufzulisten! Natürlich Stephenie Meyer, weil sie mich in gewisser Weise zum Schreiben gebracht hat. Zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehören Colleen Hoover, Kerstin Gier, Kiera Cass, Marah Woolf, Josephine Angelini und, und, und! Die Liste wäre endlos. 

In Everly. Schattenreich des Himmels schreibst du aus sechs unterschiedlichen Erzählperspektiven. Welche davon gefällt dir am besten und warum?

Das ist schwer, denn irgendwie haben alle Perspektiven ihren Reiz. Manchmal macht es mir wirklich viel Spaß, aus der Sicht der schwierigeren Figuren, wie Linus oder Stephanie, zu schreiben, weil sie viele negative Eigenschaften haben. Das bietet oft eine gelungene Abwechslung zu den anderen Figuren, weil man sich hier mal in eine andere Richtung austoben kann. Am besten gefällt mir aber immer noch Ever selbst. Sie ist unerschütterlich, will immer stark sein und das Letzte, was sie tun würde, ist, die Leute im Stich lassen, die ihr am Herzen liegen. Sie ist ein sehr emotionaler Charakter, der nicht perfekt ist, sondern Ecken und Kanten hat. Umgeben von Engeln und Dämonen, wirkt sie auf mich immer noch… menschlich. 

Mit dem Ende von Everly spannst du deine LeserInnen bestimmt auf die Folter. Deshalb das Wichtigste zum Schluss: Wird es eine Fortsetzung geben?

Eine Fortsetzung ist auf jeden Fall schon in Arbeit. Genaueres gibt es bisher aber noch nicht ;)  

Vielen Dank für das Interview!

Eine Rezension zu Everly. Schattenreich des Himmels finden Sie hier.

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