von Jennifer Drews, B.A.

"Tu was du willst" steht als Leitspruch auf dem AURYN, dem Herrschaftssymbol Phantásiens, geschrieben. Doch zu wissen, was man wirklich will, ist gar nicht so einfach – ebendies muss auch Bastian, der Protagonist in Michael Endes Roman, auf seiner Reise durch Die Unendliche Geschichte erst noch lernen.

Ende, Michael: Die unendliche Geschichte.
Thienemann, Stuttgart 1979.
475 S., 19,95 €
ISBN 3-522-12800-1

Inhalt

Bastian Balthasar Bux wird von dem Buch Die unendliche Geschichte, welches er im Antiquariat des Buchhändlers Karl Konrad Koreander gestohlen hat, magisch angezogen. Auf dem Speicher seiner Schule, auf den er sich heimlich verkrochen hat, verfolgt er gespannt die Abenteuer des Helden Atréju und seines treuen Begleiters, dem Glücksdrachen Fuchur.

Atréju ist mit der Aufgabe betraut, das Reich Phantásien vor dem sich ausbreitenden Nichts zu retten. Zu diesem Zweck muss er ein Menschenkind finden, welches der erkrankten kindlichen Kaiserin, der Herrscherin Phantásiens, einen neuen Namen gibt. Nur auf diesem Weg kann diese geheilt und Phantásien vor dem Nichts gerettet werden.

Mit jeder Seite, die Bastian liest, wächst in ihm der ungeheure Verdacht, dass er selbst das gesuchte Menschenkind sein könnte. Aber ist dies überhaupt möglich? Kann Bastian tatsächlich in das Geschehen eingreifen und die kindliche Kaiserin retten? Die Idee für einen neuen Namen für die kindliche Kaiserin hätte er jedenfalls schon ...


Kritik

Michael Endes Unendliche Geschichte von 1979 gilt auch heute noch als zeitloser Kinderbuchklassiker. Sie wurde von Generationen gelesen und hat nichts von ihrer Aktualität verloren.

Die Gründe für die anhaltende Beliebtheit des Romans sind vielfältig. Ende erzählt die Geschichte des pummeligen Außenseiters Bastian, der zum Retter Phantásiens wird, auf fesselnde Weise und mit viel Gefühl. Mit Liebe zum Detail erweckt Ende die phantastische Welt Phantásiens zum Leben. Mit den liebenswerten Helden Bastian, Atréju und Fuchur enthält der Roman Protagonisten, mit denen der Leser sympathisieren und mitfiebern kann, deren Fehler und Schwächen ihm aber auch nicht verborgen bleiben. So muss sich Bastian auf die Suche nach seinem wahren Wunsch begeben und dabei feststellen, dass dies keine leichte Aufgabe ist. Im Verlauf der abenteuerlichen Reise wird Bastian schließlich mit seinen tiefsten Hoffnungen und Wünschen konfrontiert. Doch das Ende ist in der unendlichen Geschichte erst der Anfang ...

Fazit

In Michael Endes erfolgreichem Kinder- und Jugendroman findet sich neben den großen Themen der Freundschaft, Tapferkeit und Verantwortung immer auch der Appell an den Leser, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen. Tun wir tatsächlich immer nur das, was wir wirklich wollen? Können wir für das, was wir tun, wirklich und mit all seinen Konsequenzen einstehen?  Die Unendliche Geschichte ist unbedingt lesenswert – nicht nur für Kinder.


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