von Svenja Graß

Welches Kind würde nicht auch einmal gerne den Streichen nacheifern, mit denen der kleine Michel aus Lönneberga seine Eltern tagaus, tagein in den Wahnsinn treibt? Nach außen unscheinbar, hat der liebenswerte blonde Tunichtgut doch nichts als Flausen im Kopf. Eine Bilderbuchausgabe vermittelt Michels Abenteuer auch den kleinsten Lesern und Zuhörern.

Lindgren, Astrid: Als Michel den Kopf in die Suppenschüssel steckte
Aus dem Schwedischen von Kark K. Peters .
Oetinger Verlag, Hamburg 1997.
36 S., 12 €
ISBN 978-3789168246

Inhalt

Auf dem elterlichen Hof gibt es viel zu entdecken und so streift der kleine Michel täglich, teils aus Entdeckungslust, teils aus Langeweile, über das weitläufige Gut. Dabei heckt er immer wieder, oft nicht einmal aus böser Absicht, die köstlichsten Streiche aus.

So steckt er seinen Kopf eines Tages in eine Suppenschüssel, weil er den Rest Suppe herausschlürfen will – um mit Entsetzen festzustellen, dass er feststeckt! Panik breitet sich aus, was ist zu tun? Selbst Michels sonst so aufbrausender Vater zeigt sich ob der scheinbar unlösbaren Situation besorgt. Zusammen mit der Mutter machen sie sich in einer Kutsche auf den Weg zum Arzt in Mariannelund, der Michel von der Schüssel befreien soll. Dies gelingt schließlich (wenn auch anders, als erwartet) und die Familie macht sich auf den Rückweg ins heimische Dorf. Doch dort angekommen, spielt das Schicksal Michel erneut einen üblen Streich: Michel verschluckt versehentlich das Geldstück, welches sie doch gerade erst beim Arzt eingespart hatten! So muss die Familie den Weg zum Arzt erneut antreten …

Kritik

Mit dem kleinen Michel aus Lönneberga schuf Astrid Lindgren ab 1963 eine Figur, die alles verkörpert, was einen richtigen Lausebengel ausmacht. Der Oetinger Verlag hat für Kinder ab 4 Jahren eigene Bilderbuchausgaben mit farbigen Illustrationen von Björn Berg herausgebracht, die jeweils einzelne Abenteuer des blonden Lausebengels aus den ursprünglichen Romanen enthalten. Berg hat auch bereits die ursprünglichen Michel-Bände illustriert.

Man muss diesen Michel einfach gern haben, der es trotz all der Streiche eigentlich doch immer nur gut meint. So verfolgen kindliche Leser seine täglichen Abenteuer mit Spannung und großer Heiterkeit. Eltern sollten sich jedoch vorsehen: denn die Streiche des kleinen Michel sind einfach zu witzig, als dass sie ihre Sprösslinge nicht zur Nachahmung animieren würden …

Fazit

Die Abenteuer des kleinen Michel sind ein Vergnügen für junge wie ältere Kinder. Die von Björn Berg illustrierte Bilderbuchausgabe Als Michel den Kopf in die Suppenschüssel steckte eignet sich sowohl zur selbstständigen Lektüre als auch als Vorlesebuch. Der Schreibstil ist einfach gehalten, die Darstellung bildhaft, sodass auch Kinder im Vorschulalter den Streichen Michels folgen können  und sicherlich auch die weiteren Abenteuer des blonden Lausebengels lesen oder vorgelesen bekommen möchten. Im Oetinger Verlag sind weitere farbig illustrierte Bilderbuchausgaben erschienen.


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