[30.04.2016]

Die Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen Köln feiern vom 25. Mai bis 12. Juni 2016 ihr zwanzigjähriges Bestehen – mit Lesungen flämischer und niederländischer Autorinnen und Autoren, Literaturverfilmungen, Theater und einer Sonderausstellung. Zum runden Geburtstag kommen die Gäste aus gleich zwei Ländern, aber einem gemeinsamen Sprachraum, den Niederlanden und dem flämischen Teil Belgiens. Dieser Gastlandauftritt bei den Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen Köln erfolgt in enger Verbindung mit dem Ehrengastauftritt Flanderns und der Niederlande auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Das Jubiläumsprogramm steht nun fest.

Zehn auch in Deutschland bekannte und vielfach ausgezeichnete Autorinnen und Autoren aus dem niederländischen Sprachraum treffen in zweisprachigen Lesungen auf ein junges Publikum, sowohl in Schulen als auch in Stadtteilbibliotheken der StadtBibliothek Köln und in Katholischen Öffentlichen Büchereien. Die Lesungen finden bewusst dezentral statt und wenden sich explizit an Schulklassen, damit Kinder und Jugendliche ohne großen organisatorischen Aufwand in ihrem heimischen Stadtteil in den Genuss dieser Begegnungen mit Literatur und ihren Machern kommen. 

Dank der seit Jahren engen Zusammenarbeit zwischen deutschen, niederländischen und flämischen Verlagen können die Schüler und Schülerinnen dieses Jahr außergewöhnlich viele Bücher der Gäste in deutscher Übersetzung lesen, wenn ihre Neugier durch die Begegnung geweckt ist. Viele Titel sind 2015 und 2016 in deutscher Übersetzung neu auf dem Markt, etliche weitere haben in den vergangenen Jahren Auszeichnungen erhalten und sind in Buchhandel und Bibliotheken zu finden – gut möglich, dass manche Klassen "ihren" Autor bereits durch eine Schullektüre kennen. Es kommen:

  • Michael de Cock, mit Rosie und Moussa - Der Brief von Papa (Beltz & Gelberg) 2015 nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 
  • Marjolijn Hof, ausgezeichnet mit dem "Luchs" von ZEIT und Radio Bremen für Opi Kas, die Zimtziegen und ich (Aladin)
  • Bibi Dumon Tak, mit Kuckuck, Krake, Kakerlake (Bloomsbury) 2010 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, mit Mücke, Maus und Maulwurf (Hanser) auf der Empfehlungsliste "neu & lesenswert" im Rahmen der Münchner Bücherschau junior 2016
  • Marco Kunst, für Flieg! (Gerstenberg) u. a. mit dem "Luchs" von ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet
  • Sjoerd Kuyper, seit 2015 erfolgreich mit Erst wirst du verrückt und dann ein Schmetterling (Gabriel), im März 2016 mit Robin und Schnuff (Gabriel) auf der Liste "Die Besten 7" und der Empfehlungsliste "neu & lesenswert"
  • Kathleen Vereecken, 2016 neu auf dem Markt: Ich bin Jan und stinknormal (Gerstenberg)
  • Gideon Samson, 70 Tricks, um nicht baden zu gehen und Doppeltot (beide Gerstenberg) auf der Liste "Die Besten 7"
  • Janny van der Molen, u. a. Emy Sachbuchpreis für Herrn Swart brummt der Schädel oder Wie das Denken im Kopf die Richtung wechseln kann (Gabriel)
  • Joke van der Leeuwen, mit Als mein Vater ein Busch wurde 2013 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert
  • Marian de Smet, erfolgreich mit Thriller Kein Empfang und Jugendroman French Summer (beide Gerstenberg)

Ein besonderes Highlight zum Jubiläum wird die Sonderausstellung "Schau mich an." mit Illustrationen von Ingrid Godon und Kinderporträts von August Sander mit Texten von Toon Tellegen sein, zu sehen vom 26. Mai bis 10. Juli 2016 im Museum für Angewandte Kunst, Köln (MAKK). Die Schau vereint erstmals Kinder- und Familien-Porträts des berühmten Fotografen August Sander mit einer Reihe eindringlicher und zart gezeichneter Porträts der flämischen Illustratorin Ingrid Godon. Godon schuf diese für ihre Bücher Ich wünschte (mixtvision, 2012 nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis) und Ich denke (mixtvision, Empfehlungsliste zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016). Der intensive und genaue, zumeist frontal auf die porträtierten Kinder und deren spezifischen Ausdruck gerichtete Blick verbindet die fast 100 Jahre auseinanderliegenden Arbeiten von Ingrid Gordon und August Sander. Die poetischen und prägnanten Texte von Toon Tellegen aus den beiden Büchern, in denen er fiktive Wünsche und Gedanken der von Ingrid Godon gezeichneten Kinder in Worte fasst, schaffen eine weitere Verbindung zwischen den Arbeiten der beiden Bildkünstler. Die August-Sander-Aufnahmen sind Leihgaben der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. 

Weitere Geschichten von Toon Tellegen bringt die Antwerpener Theatergruppe "Anna's Steen" im Comedia Theater öffentlich und für Schulklassen zur Aufführung: "En morgen was het feest - Morgen gibt's ein Fest" richtet sich an Kinder ab fünf Jahren und wird in der Originalsprache mit deutscher Einführung dargeboten. (Das Buch mit Illustrationen von Ingrid Godon, "Morgen gibt's ein Fest", erschien 2011 bei Sauerländer.) 

Im Filmprogramm zeigt das jfc medienzentrum Verfilmungen von literarischen Vorlagen aus den beiden Gastländern, u. a. "Alfie, der kleine Werwolf".

Für die jüngsten Teilnehmer aus den ersten zwei Schuljahren liest der Schauspieler Thomas Pelzer mit seinem "KinderbuchKino" kostümiert und szenisch mit Bilderschau und Geräuschen drei Bücher von niederländischen und flämischen von Autoren in deutscher Sprache vor.

Veranstaltet werden die Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen Köln gemeinsam von der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, dem Kulturamt der Stadt Köln, der StadtBibliothek Köln und dem Erzbistum Köln in Zusammenarbeit mit dem jfc medienzentrum und dem Comedia Theater. Die Niederlande waren bereits im ersten Jahrgang der Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen 1996 zu Gast, Belgien 2007. Andere Gastländer waren u. a. Brasilien, Island, Polen, Israel, Frankreich und die USA.

Die Autorenbegegnungen in Schulen und Katholischen Öffentlichen Büchereien finden als geschlossene Veranstaltungen im kleinen Rahmen von ein bis zwei Klassen statt, sodass ein reger Austausch zwischen Publikum und Autor entsteht. Zu den Lesungen in den Stadtteilbibliotheken und den Filmvorführungen im Odeon-Kino auf der Severinstraße sind neben den Schulklassen auch weitere interessierte Gäste eingeladen. Zwei öffentliche Filmvorführungen im Domforum gibt es zusätzlich, bei freiem Eintritt, samstags nachmittags.

Weitere Informationen sind auf der offiziellen Homepage zu finden.

 

(Quelle: Pressemitteilung)

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