von Aylin Bedir und Corinna Beermann

Im Mai ist die Auswahl beim Kinder- und Jugendkinoprogramm nicht groß, doch gerade in der letzten Maiwoche laufen einige vielversprechende Filme an. So erscheint unter anderem Tim Burtons Adaption des Kinderbuchklassikers Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln. Vielversprechend scheint auch der deutsche Familienfilm Ente gut! Ein Mädchen allein zu Haus, in dem eine Geschichte von Freundschaft und Zusammenhalt erzählt wird. Besonders gespannt darf man aber auf die filmische Umsetzung des Computerspiels Angry Birds – Der Film sein, welcher am 12. Mai die Kinoleinwände erreicht.

 Angry Birds – Der Film
Kinostart: 12.05.2016, FSK: 0

In dieser amerikanisch-finnischen Produktion wurde eine der wohl bekanntesten Spiele-Apps für das 3D-Animationskino adaptiert: Die Vögel Red, Chuck und Bomb leben gemeinsam auf einer malerischen Insel. Red ist aufgrund seiner cholerischen Art ein Außenseiter und wird von den anderen gefiederten und stets fröhlichen Bewohnern der Insel gemieden. Als grüne Schweine auf die Insel kommen, sind Red und seine Freunde misstrauisch – zurecht, wie sich herausstellt: Schon bald stehlen die Schweine die Eier der Vögel. Bei dem abenteuerlichen und gefährlichen Unterfangen, die Eier zurückzuerobern, schließen die Vogelfreunde viele neue Bekanntschaften, etwa mit der Vogeldame Matilda (Stimme: Maya Rudolph) und dem mächtigen Adler (Peter Dinklage).

Produziert wird der Spielfilm von Sony Pictures und Rovio Mobile, dem Entwicklerstudio des Spiels. Für das Drehbuch wurde Jon Vitti engagiert, der bereits große Animationsfilme wie Die Simpsons: Der Film oder Alvin und die Chipmunks auf die Leinwand gebracht hat. Für Clay Kaytis und Fergal Reilly ist es das Regiedebüt.

Warcraft: The Beginning
Kinostart: 26.05.16, FSK: 12

In der Menschenwelt Azeroth herrscht seit geraumer Zeit Frieden. Dies ändert sich allerdings, als die gegnerischen Ork-Krieger ihre Heimat Draenor verlassen müssen und ein Portal zum Reich der Menschen öffnen. Die beiden verfeindeten Welten treffen aufeinander; ein erbarmungsloser Krieg um die Vorherrschaft Azeroths bricht aus, der Menschen wie Ork-Krieger schwächt. Genau in diesem Moment taucht ein Feind auf, der beide Völker dem Untergang weihen könnte. Sie müssen nun zusammenhalten und erwählen nach ihrem Zusammenschluss jeweils den Stärksten aus ihren Reihen, der in der gemeinsamen Schlacht ihre Heere anführen soll.

Fans des beliebten Videospiels World of Warcraft fieberten schon lange dem Kinostart dieser Fantasy-Adaption nach, seitdem Regisseur Sam Raimi (Spiderman) sich 2009 für das Projekt einschrieb. Doch gab er die Aufgabe 2012 an Duncan Jones (Moon, Source Code) weiter, der das Drehbuch noch einmal überarbeitete.

Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln
Kinostart: 26.05.16, FSK: 12

2010 legte Tim Burton eine umstrittene Neuverfilmung von Alice im Wunderland für den Disney-Konzernvor, nun folgt die Fortsetzung, die sich eher lose an Lewis Carrolls literarischer Vorlage orientiert. Jahre nach ihrem ersten Abenteuer kehrt Alice (Mia Wasikowska) zurück und findet das lebensfrohe Wunderland bedroht durch den grausamen Lord der Zeit (Sacha Baron Cohen) vor. Dieser will die Fantasiewelt in etwas Tristes und Ödes verwandeln. Um das Wunderland von seinem schrecklichen Schicksal zu bewahren, reist Alice in eine ihr bisher unbekannte Welt, in der sie ein magisches Zepter finden soll, das den Lord der Zeit davon abhalten kann, die Zeit vorwärts zu drehen. Zugleich muss Alice aber auch ihrem alten Freund, dem Hutmacher (Johnny Depp) helfen, der in ein Komplott verwickelt ist.

Die Zuschauer werden viele bekannte Gesichter aus dem ersten Film wiedersehen: Neben Mia Wasikowska und Johnny Depp sind auch Anne Hathaway als die weiße Königin und Helena Bonham Carter als Rote Königin wieder mit dabei. Regie führte allerdings nicht Tim Burton, sondern James Bobin (Die Muppets). Seinen letzten filmischen Auftritt hat – zumindest in der englischsprachigen Originalfassung – der im Januar verstorbene Alan Rickman, der der Raupe Absolem erneut seine Stimme gab. Das Drehbuch übernahm erneut Linda Woolverton, die bereits an den Disney-Filmen Der König der Löwen und die Schöne und das Biest gearbeitet hat. 

Sing Street
Kinostart: 26.05.16, FSK: 6

Der 14-jährige Conor (Ferdia Walsh-Peelo) wächst in den 80er Jahren mit seiner Familie in Dublin, Irland auf. Bisher konnten es sich seine Eltern leisten, ihn auf eine Privatschule zu schicken, doch lässt es ihre finanzielle Situation nicht mehr zu, als die Rezession auch ihr Zuhause erreicht. Conor wechselt auf eine staatliche Schule und muss sich mit dem neuen Umfeld vertraut machen. Er findet nur schwer Anschluss und gründet deshalb eine Band zusammen mit seinem älteren Bruder Brendan (Jack Reynor) und anderen Außenseitern seiner Nachbarschaft. Oberste Regel ist, dass keine gecoverten Songs gespielt werden dürfen, nur selbst geschriebene Lieder. Für die Musikvideos bemüht er sich, die attraktive Raphina (Lucy Boynton) zu gewinnen.

Mit dem von einer Autobiographie inspirierten Drama Sing Street kehrt der Oscar-prämierte Regisseur John Carney selbst in seine Heimat Irland zurück. Der Film bietet bekannte Gesichter wie Aidan Gillen (Game of Thrones) und Maria Doyle Kennedy (Downtown Abbey, Orphan Black), doch auch Jungschauspieler wie Lucy Boynton (Sinn und Sinnlichkeit) und Ferdia Walsh-Peelo können sich mit diesem Film einen Namen machen. Sing Street feierte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival im Januar 2016.

Ente gut! Mädchen allein zu Haus
Kinostart: 26.05.16, FSK: 0

Linh (Lynn Dortschack) und ihre kleine Schwester Tien (Linda Anh Dang) sind auf sich allein gestellt. Ihre Mutter Thuy (Chieu Xuan Nguyen Thi) ist nach Vietnam gereist, um dort die kranke Großmutter zu pflegen. Nun muss sich die gerade 11jährige Linh um ihre jüngere Schwester, den Haushalt und auch den Familienimbiss kümmern. Zugleich muss sich auch noch vertuschen, dass die beiden allein sind. Ihr Geheimnis wird allerdings von der gleichaltrigen Hobbyspionin Pauline (Lisa Wihstutz) gelüftet. Die gerissene Rothaarige droht den beiden, sie zu verraten, wenn sie sie nicht an ihrem elternlosen Leben Teil haben lassen. Pauline liebt die Freiheit, die ein solcher Alltag mit sich bringt und stellt die Welt der Geschwister auf den Kopf. Sie gründet mit den beiden eine Bande, stets mit dem Ziel im Auge, das Jugendamt fern zu halten.

Ente Gut! Mädchen allein zu Haus feierte seine Weltpremiere auf der 66. Berlinale und konnte auch im März 2016 auf dem Filmfestival in Montreal den Publikumspreis abstauben. Inszeniert wurde die Kinderkomödie von Norbert Lechner.

Kinostarts im Überblick:

12.Mai: Angry Birds - Der Film
26.Mai: Warcraft - The Beginning
26.Mai: Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln
26.Mai: Sing Street
26.Mai: Ente gut! Mädchen allein zu Haus

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