von Corinna Beermann

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und mit dem September kommen viele neue Kinder- und Jugendfilme in die Kinos. Neben den Fortsetzungen von animierten Filmen wie Findet Dorie und Dragonball Z: Resurrection F geben sich diesmal viele deutsche Produktionen die Klinke in die Hand, darunter die langerwartete Adaption von Wolfgang Herrndorfs Tschick und das beim Filmfestival GOLDENER SPATZ in den Hauptkategorien ausgezeichnete König Laurin.

Tschick
Kinostart 15. September 2016, FSK: 12

Maik (Tristan Göbel) ist 14 Jahre alt und lebt in einer Plattenbausiedlung in Ost-Berlin. Er führt das Leben eines Außenseiters: Seine Mutter ist alkoholsüchtig, sein Vater hat eine Affäre mit seiner Assistentin und zur Geburtstagsfeier seines Schwarms Tatjana wird er auch nicht eingeladen. Kein Wunder also, dass die Sommerferien wenig verlockend auf den Jungen wirken. Doch dann tritt der neue Mitschüler Andrej Tschichatschow (Anand Batbileg), genannt "Tschick", in Maiks Leben und stellt es kurzerhand auf den Kopf. Tschick möchte Maik mit auf einen Roadtrip in die Walachei nehmen, um Tschicks Großvater zu besuchen, der in der Provinz lebt. Dass die beiden die Reise mit einem gestohlenen Lada Niva antreten, ist nur der Beginn eines Abenteuers, bei dem die Jungs einiges über das Erwachsenwerden lernen. 

Wolfgangs Herrndorfs Roman ist ein moderner Klassiker geworden, seit er im Jahr 2010 veröffentlich wurde. Er hat nicht nur zahlreiche Auszeichnungen gewonnen und wurde in 24 Sprachen übersetzt, sondern ist bereits viel gelesene Schullektüre. Bevor Wolfgang Herrndorf sich im Jahr 2013 das Leben nahm, da bei ihm ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert wurde, leitete er die Filmadaption des Romans in die Wege. Nach vielen Irrungen und Wirrungen übernahm Fatih Aktin (Gegen die Wand, The Cut) Ende 2015 von David Wnendt die Regie, in den Hauptrollen stehen die Tristan Göbel (Winnetous Sohn) und Anand Batbileg vor der Kamera.

Findet Dorie
Kinostart 29. September 2016, FSK: 0

Die Fortsetzung des Erfolgsfilms Findet Nemo setzt sechs Monate nach der Rettung des kleinen Clownfisches ein. Marlin (Christian Tramitz) und sein Sohn haben wieder zueinander gefunden und auch Paletten-Doktorfisch Dorie (Anke Engelke) hat es sich inzwischen im Korallenriff häuslich eingerichtet. Sie leidet aber noch immer sehr unter ihrem Kurzzeitgedächtnis, auch wenn ihre neuen Freunde ihr dabei helfen, sich immer besser und immer länger an Ereignisse zu erinnern. Eines Tages hat Dorie einen Geistesblitz: Was ist eigentlich aus ihrer Familie geworden? Marlin und Nemo machen sich gemeinsam mit ihrer Freundin auf die Suche – einmal quer durch den Pazifik an die amerikanische Westküste. Wie bereits im ersten Teil treffen die drei auf ihrer Reise auf die verschiedensten und skurrilsten Geschöpfe: Den Oktopus Hank, der nur sieben Tentakel hat, die Walhaidame Destiny, die unter Kurzsichtigkeit leidet, Seetaucherdame Becky, die sich in Marlin verliebt. Im Jahr 2003 hat Pixar mit dem Animationsfilm Findet Nemo einen großen Erfolg gelandet. In der Fortsetzung hat erneut Andrew Stanton Regie geführt - und ganz nebenbei soll der neue Pixar-Film der Filmindustrie das finanziell bisher missratene Blockbuster-Jahr retten.

Nerve
Kinostart 08. September 2016, FSK: 12

Ein neuer Social-Media-Trend greift an Vees (Emma Roberts) Schule um sich. Es geht darum, möglichst schnell viel Geld durch die Erfüllung riskanter Aufgaben zu machen: Bist du ein Player, erfüllst du die Aufgaben, bist du ein Watcher, stellst du sie. Die Sache hat nur einen Haken: Es ist nicht legal. Vee ist anfänglich gehemmt, doch da sie und ihre Mutter (Juliette Lewis) in ärmlichen Verhältnissen leben, können sie das Geld gut gebrauchen. Bei ihrem ersten Einsatz lernt Vee ihren Spielpartner Ian (Dave Franco) kennen. Die beiden werden in kürzester Zeit zu gefeierten Stars der Szene. Wenn die beiden aber nur eine einzige Aufgabe verlieren, werden sie all das bisher gewonnene Geld wieder verlieren. Doch ans Aufhören ist nicht mehr zu denken, da Vees Social-Media-Accounts und das Konto ihrer Mutter gehackt wurden. Doch am Ende bleibt die Frage, wie weit sind die beiden Freunde bereit für Spiel und Geld zu gehen?

Das amerikanische Duo Henry Joost und Ariel Schulmann ist durch Filme wie Paranormal Activity 3 und Paranormal Activity 4 bekannt geworden. Die Geschichte zu Nerve basiert auf einem Roman von Jeanne Ryan.

König Laurin
Kinostart 01. September 2016, FSK: 12

Die südtiroler Sage von dem bösen Zwergenkönig Laurin, der vom Königssohn Dietrich von Bern bezwungen wird, reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der Kinofilm von Matthias Lang wandelt die Geschichte ab, hier steht der 16-jährige Theo (Florian Burgkart) im Zentrum der Erzählung. Der junge Mann ist der Sohn des Königs Dietrich (Rufus Beck), der ein wahrer Sturkopf ist und den die Leiden seines Volkes nicht interessieren. Es kümmert ihn wenig, dass in seinem Land kein Strauch und kein Baum mehr gedeihen will, seit er die Zwerge aus dem Land verbannt hat. Sein Sohn Theo muss eine Prüfung nach der anderen bestehen, um seine Manneskraft zu beweisen. So kommt es auch, das Theo eines Tages beim Klettern in den Bergen in eine Schlucht hinabfällt. Zu seinem Glück wird er dort vom Zwergenkönig Laurin (Volker Zack) gerettet und in dessen Garten – hoch oben im Gebirge – gebracht. Als Gegenleistung soll Theo die Schnecken in diesem Garten einsammeln. Während Theo dem Zwergenkönig anfänglich sehr skeptisch gegenübersteht, entsteht schon bald eine enge Freundschaft zwischen den beiden. Dass diese Freundschaft nicht im Sinne von Theos Vater ist, führt zu einigen Problemen, mit denen sich Theo konfrontiert sieht.

Bei der Verleihung des Goldenen Spatzes 2016 wurde der Film von der Kinderjury in drei Kategorien ausgezeichnet: Für den Besten Darsteller (Volker Zack), Beste Regie (Matthias Lang) und als Bester Kinofilm.

Timebreakers
Kinostart 01. September 2016, FSK: 0 

Die fünf Freunde Larissa (Larissa Felber), Charly (Ferdinand Schönfeld), Enzo (Noah Tammen), Lilli (Lilli Schwarze) und Leni (Leni Evers) sind begeistert von dem Schulfach Geschichte. Sie interessieren sich besonders für die heimischen Sagen und Mythen aus der Lüneburger Heide. Gemeinsam nennen sie sich "Timies" und lösen Geheimnisse und Rätsel aus vergangenen Tagen. In den Sommerferien bekommt Larissa Besuch von ihren Cousinen Mathilda (Elisabeth Cartus) und Emma (Lucy Krause). Während Emma keine Lust auf den Sommer in der Lüneburger Heide hat, ändert sich eine verborgene Gabe zum Vorschein kommt: Wenn sie alte Gegenstände berührt, kann sie in der Zeit zurückreisen. Doch das ist noch nicht alles, sie hat immer wieder Visionen von einem Kristall. Gemeinsam versuchen die Timies mit Emma und Mathilda zusammen herauszufinden, was es mit dem Heidekristall auf sich hat.

Der Film von Niels Marquardt ist als No-Budget-Produktion in Zusammenarbeit mit den beteiligten Eltern entstanden. Der Kinderfilm rückt wahre historischen Begebenheiten in den Vordergrund.

Molly Monster
Kinostart 08. September 2016, FSK: 0

Molly (Sophie Rois) ist eine kleine Monsterin, die mit ihren Eltern zusammen im Monsterland lebt. Sie führt ein fröhliches Leben, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Edison (Gerrit Schmidt-Foß), einem Aufziehspielzeug. Als Mollys Mama Etna (Judy Winter) ein Ei legt, sind alle aufgeregt. Molly bekommt ein Geschwisterchen. Alle Eier im Monsterland werden auf der Eier-Insel ausgebrütet, die weit entfernt liegt. Damit das Ei noch schlüpfen kann, müssen sich Etna und Papa Popocatepetl (K. Dieter Klebsch) sehr beeilen. Molly Monster soll bei Onkel Santiago und Onkel Alfredo zurückbleiben. Doch Molly als Molly merkt, dass ihre Eltern die Mütze vergessen haben, ohne die dem Ei kalt wird, machen sich Molly und Edison ebenfalls auf den Weg zur Eier-Insel.

Ted und Andrea Sieger veröffentlichten im Jahr 200 das erste Kinderbuch über Molly Monster mit dem Titel Die kleine Monsterin schläft nicht in ihrem Bett. Seitdem erschienen nicht nur unzählige weitere Bücher, sondern auch eine entsprechende Fernsehserie. Am ersten Spielfilm arbeiteten drei Regisseure mit. Ted Sieger erweckte Molly zum Leben, während Matthias Bruhn und Michael Ekblad, wie bereits bei der Fernsehserie, die Geschichte auf die Leinwand brachten. Der Animationsfilm ist eine Co-Produktion zwischen Deutschland, Schweden und der Schweiz.

Nellys Abenteuer
Kinostart 08. September 2016, FSK: 6

Nelly (Flora Li Thiemann) muss ihre Sommerferien gemeinsam mit ihren Eltern Anne (Julia Richter) und Robert (Kai Lentrodt) in Rumänien verbringen. Das hatte sie sich ganz anders vorgestellt. Als sie dann auch noch erfährt, dass ihr Vater überlegt, einen Job in dem kleinen Ort Siebenbürgern anzunehmen und mit seiner Familie dort hinziehen möchte, beschließt Nelly wegzulaufen. Dass sie dabei in die Arme von zwei Entführern gerät, war nicht geplant. Hokus (Marcel Costea) und Iancu (George Pistenreanu) bringen das Mädchen in ein kleines Dorf, wo sie auf Tibi (Hagi Lăcătuş) und Roxana (Raisa Milhai) trifft. Die drei Jugendlichen schließen sich zusammen und planen eine gemeinsame Flucht quer durch Transsilvanien. Die Flucht wird jedoch zu einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd, denn die beiden Entführer sind den Dreien auf den Fersen.

Das Spielfilmdebüt von Dominik Wessley hat beim Transilvania International Film Festival seine Uraufführung gefeiert und hat in Deutschland das Filmfest München 2016 eröffnet.

LenaLove
Kinostart 22. September 2016, FSK: 12

Lena (Emilia Schüle) ist 16 Jahre alt und fühlt sich wie eine Außenseiterin. Ihre Mutter Pia (Anne Bederke) kümmert sich zwar liebevoll um ihre Tochter, doch Lena befindet sich in einer Selbstfindungsphase. Ihre beste Freundin Nicole (Kyra Sophie Kahre) hat Lena fallen gelassen, um mit der Zicke Stella (Sina Tkotsch) befreundet zu sein. Als Lena den neuen Mitschüler Tim (Jannik Schümann) kennenlernt, kommen sie die beiden schnell nahe, umso schlimmer ist es für das junge Mädchen, als sich herausstellt, dass der es nur auf Nicole abgesehen hatte. Die verletzte Lena flüchtet sich in die Welt des Internets, wo sie Noah kennenlernt. Die beiden führen intensive Gespräche und Lena wird immer mehr von dem Unbekannten gefangen genommen und sie vertraut sich ihm mehr und mehr an. Sie ahnt nicht, wer wirklich hinter dem charmanten Noah steckt. Eines Tages verschwindet Lena spurlos und die Fassade der Vorstadt-Idylle beginnt zu bröckeln.

Der deutsche Regisseur Florian Gaag hat bereits in seinem ersten Film Wholetrain, die Welt der Jugendlichen dargestellt.

Dragonball Z: Resurrection F
Kinostart 08. September 2016, FSK: 12

Son Goku (synchronisiert von Tommy Morgenstern) und Vegeta (Oliver Siebeck) trainieren weit weg von Zuhause ihre Kampffertigkeiten. Angeleitet werden sie dabei von Beerus, dem Gott der Vernichtung. Gleichzeitig braut sich Unheil zusammen. Freezer, der von Trunks getötet wurde, soll nun durch seine Anhänger mithilfe der Dragonballs wieder zum Leben erweckt werden. Freezers Lakaien wollen Rache an denen nehmen, die ihnen den Weg zu ihren Zielen versperrt haben. Für die Z-Freunde scheint es unmöglich, die Gegner zu bezwingen. Son Goku und Vegeta müssen es rechtzeitig zurück zur Erde schaffen, bevor diese dem Erdboden gleichgemacht wird.

Dragonball und die Nachfolger Dragonball Z, Dragonball GT und Dragonball Super wurden von Akira Toriyama als Animeserie erschaffen und gelangen nun als 3D-Film in die deutschen Kinos. Inhaltlich schließt der Film an Dragonball Z: Kampf der Götter an, der bereits im Jahr 2013 in den deutschen Kinos lief.

 

Kinostarts im Überblick:

01. September 2016: König Laurin, Timebreakers

08. September 2016: Nerve, Nellys Abenteuer, Molly Monster, Dragonball Z: Resurrection F

15. September 2016: Tschick

22. September 2016: LenaLove

29. September 2015: Findet Dorie


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