[30.03.2018]

Die Ringvorlesung "Aktuelle Perspektiven der Comicforschung" an der Universität zu Köln setzt sich im Sommersemester 2018 anhand eines ausgewählten Gegenstands, der Comicforschung, mit etlichen der einflussreichsten und meistversprechenden Forschungsverfahren in der aktuellen Medienwissenschaft auseinander. Sie führt damit in diese Verfahren ebenso ein wie in die umfassende Erforschung einer medialen Form. Die Vorlesung findet jeweils mittwochs 18 bis 20 Uhr im Hörsaal B (Gebäude 105) an der Universität zu Köln statt.

Als eigenständige Darstellungs- und Erzählform ist der moderne Comic nicht nur zur ‚Neunten Kunst’ avanciert, sondern bildet auch immer öfter den Gegenstand akademischer Untersuchungen. So ist ebenfalls im deutschsprachigen Raum seit einiger Zeit ein stetig wachsendes Interesse an dem populärkulturellen Phänomen zu beobachten. Ein Trend, der sich u.a. in einer zunehmenden Professionalisierung der mehrdimensionalen Comicforschung niederschlägt, deren analytisches Instrumentarium sich aus einem Konglomerat verschiedenster, interdisziplinärer Methoden und theoretischer Zugänge speist. Denn als hybride Form, welche durch die Kombination bildlicher und linguistischer Zeichen mediale Grenzen überschreitet, bedarf sie auch eines Überschreitens disziplinärer Grenzen zu ihrer Erforschung.

Die Ringvorlesung wird diesem Phänomen Rechnung tragen: In 13 Vorträgen vermitteln Expert_innen aus jeweils fachspezifischer Perspektive Einblicke in aktuelle Fragen, Themen und Projekte der interdisziplinären Comicforschung. Zu den unterschiedlichen fachlichen Perspektiven, aus denen das Medium Comic im Rahmen der Ringvorlesung beleuchtet werden soll, zählen neben grundlegenden Zugängen wie Multimodalität, Semiotik und Bildtheorie auch Partizipations- und Fankulturforschung, Kunstgeschichte und -wissenschaft, und Ansätze der Intersektionalitätsforschung sowie computergestützte und kognitionswissenschaftliche Methoden zur Analyse des Comics. Aber auch der kulturellen Vielfalt des Comics wird in Vorträgen zur Mangaforschung, zur Digitalisierung (z.B. in Form von Webcomics) und zu Aspekten der Graphic Medicine Rechnung getragen.

Die einzelnen Vorträge werden von kontinuierlichen Diskussionsrunden begleitet, die die verschiedenen Inhalte von Woche zu Woche zu einem überschaubaren Ganzen verbinden.

Leitung und Organisation: Prof. Dr. Stephan Packard und Dr. Véronique Sina

Programm:

11.04.2018
Stephan Packard (Köln) und Véronique Sina (Köln)
Einführung in aktuelle Perspektiven der Comicforschung

18.04.2018
Stephan Packard (Köln)
Zerteilte Körper, hybride Räume: Zur Semiotik von Comics

25.04.2018
Janina Wildfeuer (Bremen)
Semantik in Comics. Zur medienlinguistischen und multimodalen Analyse visueller Narrative

02.05.2018
Gabriele von Glasenapp (Köln) und Felix Giesa (Köln)
Im Bilde. Comics als kinderliterarische Gattung

09.05.2018
Lukas R.A. Wilde (Tübingen)
Zwischen remediation und Intermedium: Der digitale Comic als Herausforderung

16.05.2018
Alexander Dunst (Paderborn)
Von Maus und Maschinen: Graphische Narrative im Zeitalter digitaler Forschung

30.05.2018
Sophie Einwächter (Marburg) und Vanessa Ossa (Tübingen)
Konflikt und Kooperation: Eine Fan Studies Perspektive auf Rezipierende und Produzent_innen von Comicwelten

06.06.2018
Jan-Noël Thon (Nottingham)
Zur Narratologie des Comics

13.06.2018
Irmela Marei Krüger-Fürhoff (Berlin)
Krankheitserzählungen im Comic: Ästhetische und gesellschaftspolitische Aspekte der ‚Graphic Medicine’

20.06.2018
Véronique Sina (Köln)
Comics und Intersektionalitätsforschung: Über das Ineinandergreifen differenz- und identitätsstiftender Kategorien in der sequenziellen Kunst
ACHTUNG: Der Termin findet in Hörsaal I (Gebäude 101) statt!

27.06.2018
Ekaterini Kepetzis (Köln) und Nina Heindl (Köln)
Bilderzählung – Ikonographie – Rezeptionsästhetik. Möglichkeiten kunsthistorischer Zugriffe auf das Medium Comic

04.07.2018
Edwin Paul Wieringa (Köln)
Das verlorene Paradies: Die Dekolonisierung Indonesiens in zwei niederländischen graphischen Erzählungen

11.07.2018
Stephan Köhn (Köln)
Manga – fluide Zeichen, fluide Medien? Spezifika einer Erzählform

 

Veranstaltungsort

Institut für Medienkultur und Theater
Universität zu Köln
Hörsaal B (Gebäude 105)
Universitätsstraße 35
50931 Köln


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