[28.05.2018]

Am 25.05.2018 ist im Thienemann-Verlag ein "komplett" neues Abenteuer rund um Räuber Hotzenplotz, Kasperl, Seppel und die Großmutter erschienen. Dieses soll, so die Verlagsverlautbarungen, auf einem bis dato unentdeckt gebliebenen Bühnenstück Preußlers beruhen, welches die Tochter des Autoren, Susanne Preußler-Bitsch, in eine Erzählung umgewandelt hat. Doch ganz so neu und unveröffentlicht ist die Geschichte nicht, wie Roswitha Budeus-Budde in der Süddeutschen Zeitung berichtet.

Erschienen ist die Geschichte, in der Kasperl und Seppel Räuber Hotzenplotz mit Hilfe einer aus Pappe gebauten Mondrakete ins Gefängnis befördern, schon als Bühnenstück, wurde bereits im Kasperltheater aufgeführt und in den 1960'er Jahren auch in einem Sammelband des Thienemann-Verlags veröffentlicht. 

Bärbel Dorweiler, die Verlegerin des Thienemann-Verlags, erklärt dieses Missverhältnis zwischen Ankündigung und tatsächlicher Editionsgeschichte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk folgendermaßen: 

"Wir haben beim Verlag eine sehr akribisch geführte Archivliste, wir haben ein sehr großes Archiv. Alle Bücher, die im Thienemann-Verlag erschienen sind, sind auch tatsächlich bei uns noch im Haus vorhanden. Und diese digitale Archivliste gab gar keinen Hinweis auf diesen Titel.

Und der Sammelband, in dem es tatsächlich bei uns im Haus als Kasperlspiel schon erschienen war, war auf keine Art und Weise mit dem Namen Preußler verbunden."

Neu ist das Buch, so Dorweiler, dennoch, da

"der ursprüngliche Preußler-Text, […] ein Kasperlspiel [ist], also wirklich ein Bühnenstück, ein Theaterstück, das natürlich mit verteilten Rollen geschrieben ist und mit Regieanweisungen, während das Buch, das jetzt erschienen ist, das ist eine auserzählte Geschichte."

[Quelle: SZ online und Deutschlandfunk]


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