Am 09. September 2012 endete das LUCAS Kinderfilmfestival, das als ältestes Kinderfilmfestival Deutschlands in diesem Jahr in die mittlerweile 35. Runde ging. Den Höhepunkt des Festivals stellte auch in diesem Jahr die Preisverleihung dar.

Neben einem hochkarätigen Kinderfilmprogramm hatte das LUCAS Festival auch in diesem Jahr ein vielfältiges Angebot zu bieten, das dem interessierten (Fach-)Besucher einen umfassenden Überblick über verschiedene Formen der Vermittlung von Medienkompetenz, der Film- und Medienpädagogik und einen Einblick in die weltweite Kinder- und Jugendfilmproduktion bot.

Die Preisverleihung am 08. September war auch in diesem Jahr die Abschlussveranstaltung und das Highlight des Festivals. Im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main wurden vor zahlreichen Gästen, darunter viele Filmemacher und offizielle Vertreter der Stadt Frankfurt, die innovativsten, spannendsten und anspruchsvollsten Wettbewerbsbeiträge ausgezeichnet. Durch den Abend führte KiKa-Moderator Felix Seibert-Daiker.

Zunächst musste sich das gespannte Publikum im gut gefüllten Kinosaal jedoch in Geduld üben: Bevor die Jury die Preisträger verkündete, wurde in den Eingangsreden vor allem die zahlreiche Beteiligung der Kinder am Festival lobend hervorgehoben.

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Dann aber war es soweit: Die diesjährigen Siegerfilme wurden vorgestellt, welche von einer Jury, die sich aus vier Filmexperten sowie vier Kindern zwischen zehn und 13 Jahren zusammensetzte, nach eingehender Sichtung der Beiträge ermittelt worden waren.

Als bester Langfilm wurde in diesem Jahr der Film Bitte bleib!/Blijf! des niederländischen Regisseurs Lourens Blok ausgezeichnet. Darin kämpft die junge Protagonistin des Films gegen die Abschiebung der Familie eines Schulfreunds in den Iran. Bloks Film, der das ernste Thema Abschiebung auf spannende, kindgerechte und bisweilen humorvolle Weise umsetzt, setzte sich damit gegen die sieben anderen Filme durch, mit denen er im Wettbewerb Langfilm um den mit 7500 Euro dotierten LUCAS Award konkurriert hatte.

Die dänische Produktion Wilder Vogel/Vildfugl (2012) von Jacob Bitsch konnte sich den Preis in der Kategorie bester Kurzspielfilm sichern, der wie der Preis für den besten animierten Kurzfilm mit 3000 Euro dotiert war. Letzter ging an den russischen Film Pishto geht weg/Pishto uyeszhayet (2012, Regie: Sonya Kendel).

Gewinner des 2012 erstmals verliehenen Jugendfilmpreises ist das Drama On the Ice (USA 2011) von Andrew Okpeaha MacLean, welches sich vor der Kulisse des schneebedeckten Alaskas abspielt. Eine lobende Erwähnung erhielt der deutsche Beitrag Festung von Kirsi Marie Liimatainen. Über den Jugendfilmpreis entschied eine Jury aus fünf 14- bis 19jährigen Schülern und Studenten selbstständig.

Der LUCAS Publikumspreis ging in diesem Jahr an den französischen Animationsfilm Die Dschungelbande/ Les as de la jungle – operation banquise (Frankreich 2011, Regie: David Alaux, Eric Tosti).

Eine Woche lang hatte das LUCAS Kinderfilmfestival zwischen dem 02. und dem 09. September über 47 Kinderfilme aus über 24 Ländern gezeigt, darunter Lang- und Kurzfilme sowie Trick- und Animationsfilme. Deutschland hatte neun Filme eingereicht. Das Festival konnte in diesem Jahr über 6000 Besucher bei Vorstellungen in drei verschiedenen Kinos in Frankfurt und Offenbach zählen.

Festivalleiterin Petra Kappler zieht bei ihrer Rede im Rahmen des Festivals eine durchweg positive persönliche Bilanz: "Ich hatte das Gefühl, dass jeden Tag etwas besonderes passiert ist und dass wir jeden Tag auch etwas besonderes erlebt haben …"


Weitere Informationen zum Festival und zur Preisverleihung finden Sie auf der Homepage des LUCAS Kinderfilmfestivals.


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