von Christoph Carsten, B.A.

Musik in ihren verschiedenen Ausformungen und Erscheinungsformen nimmt von jeher eine wichtige Stellung im Leben von Kindern und Jugendlichen ein. Die aktuelle Ausgabe der kjl&m (12.extra) untersucht die komplexen Wechselbeziehungen von Kinder- und Jugendliteratur und Musik aus multidisziplinärer Perspektive.

Klang, Ton und Melodie sind aurale Ausdrucksdrucksformen, die Kinder und Jugendliche auf besondere Weise ansprechen. Mit Mp3-Player und iPod stehen technische Utensilien zur Verfügung, die den Konsum von Musik rund um die Uhr und ohne räumliche Begrenzungen ermöglichen und diese so zu einem festen Bestandteil der Alltagswelt von Kindern und Jugendlichen machen. 

Doch schon vor dem Siegeszug solcher technischen Innovationen lassen sich vielfältige Verknüpfungen, komplexe Verflechtungen und gegenseitige Bezugsnahmen zwischen Kinder- und Jugendliteratur und Musik feststellen. Diesen Phänomenen widmet sich die kjl&m 12.extra mit dem Titel "Blechtrommeln. Kinder- und Jugendliteratur & Musik", die von Caroline Roeder herausgegeben wurde.

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Nach einer thematischen Einführung untersuchen 19 Beiträge das wechselseitige Verhältnis von Musik und Kinder- und Jugendliteratur aus multidisziplinärer Perspektive. Im Zuge dessen kommen literaturwissenschaftliche und -didaktische, kulturwissenschaftliche und musisch-ästhetische, sozialwissenschaftliche und medientheoretische Ansätze zum Tragen. Im Fokus der verschiedenen Aufsätze stehen Fragen nach der Musik als Stoff und Motiv in der Literatur, nach dem spezifischen "Ton" der Kinder- und Jugendliteratur, den Klangfarben der musikalischen Werke und nach dem ästhetischen Potential, das solche Wechselverhältnisse beherbergen.

Die Beiträge des Heftes sind fünf Themenschwerpunkten zugeordnet, welche die passenden Überschriften "Ouvertüre", "Tonleiter", "Instrumentaltrubel", "Trommelfell" und "Schalldose" tragen. Dabei werden so heterogene Themen wie der Soundtrack jugendliterarischer Texte (Heidi Lexe) oder die Bedeutung der Musik in Walter Kempowskis Tadellöser & Wolf (Klaus Maiwald) abgehandelt. Abschließend darf auch der "Orchestergraben" nicht fehlen: Hier geben die Beiträger(innen) nicht nur Auskunft über die eigene Person, sondern auch über ihre musikalische Vita, indem sie eigene musikalische Erfahrungen, Kindheits-Musik-Erinnerungen und ihren aktuellen Lieblingssong vorstellen.

Weitere Informationen zur aktuellen kjl&m, das Inhaltsverzeichnis sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.


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