von Dr. phil. Jana Mikota

Die Kinder aus Nr. 67 ist eine neunbändige Reihe über die Jahre zwischen 1931 und 1946, wirft einen Blick auf die deutsche Geschichte und zeigt anhand von verschiedenen Kinderschicksalen, wie die NS-Zeit ihr Leben veränderte.

"Nein, es ist nicht das Richtige", sagte mein Vater, als ich ihm von unseren Plänen erzählte. "Du wirst gegen deine Landsleute kämpfen müssen, und ein Bruderkrieg ist der traurigste von allen Kriegen." (Tetzner 2005, S. 203)

Mit diesen Sätzen beginnt der achte Band Als ich wiederkam (1945/46), der insgesamt neunbändigen Serie Die Kinder aus Nr. 67 der Autorin Lisa Tetzner. Der Romanzyklus Die Kinder aus Nr. 67, in der Forschung kurz Kinderodyssee genannt, ist vor und während der Zeit des Nationalsozialismus entstanden und gehört zu den wichtigsten Werken der Exilliteratur. Bis heute hat er nichts von seiner Aktualität verloren. Neben der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dessen Folgen ist es nicht nur der sozialkritische und zeitgeschichtliche Duktus, der die Kinderodyssee auszeichnet, sondern auch die spannenden Abenteuer und humorvolle Szenen.

Lisa Tetzner nimmt die Arbeiten noch in Berlin auf und der erste Band erscheint unter dem Titel Der Fußball. Eine Kindergeschichte aus Großstadt und Gegenwart 1932, der letzte Band mit dem Titel Der neue Bund wird 1949 veröffentlicht. Lisa Tetzner verlässt 1933 gemeinsam mit ihrem Mann Kurt Kläber Deutschland und geht in Schweiz. Ihre weiteren Bücher erscheinen im Sauerländer-Verlag (Aarau). Aufgrund der Schweizer Zensur werden die Werke zeitlich verzögert veröffentlicht, der dritte Band Erwin kommt nach Schweden erscheint zunächst in schwedischer Übersetzung (Übersetzerin: Arne Holmström) 1941, 1944 dann in einer zensierten deutschsprachigen Version im Sauerländer-Verlag. 1943 kommen die Bände Ein Schiff ohne Hafen (Band 4), 1944 Die Kinder auf der Insel (Band 5), 1945 Mirjam in Amerika (Band 6) sowie War Paul schuldig? (Band 7) und 1946 Als ich wiederkam (Band 8) heraus. Der zweite Band der Reihe, Das Mädchen aus dem Vorderhaus, erscheint dagegen erst 1947. Den Abschluss bildet der neunte Band mit dem Titel Der neue Bund.

Handlung

Lisa Tetzners Kinderodyssee umfasst etwa 1.600 Seiten und gehört somit zu den umfangreichsten Werken der deutschsprachigen Exilliteratur. Anhand einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen erzählen die Romane von den Jahren zwischen 1931 und 1946, spannen die Erlebnisse der Kinder sowie Jugendlichen über verschiedene Länder und Kontinente und setzen sich mit Exilerfahrungen, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit auseinander. Zu Beginn sind es vor allem die Kinder Erwin Brackmann, Paul Richter und Mirjam Sabrowsky, die in einem Berliner Haus wohnen, aus unterschiedlichen Milieus kommen und die Weltwirtschaftskrise sowie das Jahr 1933 erleben. Erwin und Paul stammen aus einer Arbeiterfamilie, Erwins Vater ist SPD-Mitglied, Pauls Vater beginnt sich während seiner Arbeitslosigkeit in der NSDAP zu engagieren und Mirjam ist Jüdin, die bei ihrer Tante lebt. Im ersten Band wird zunächst das Leben von Paul und Erwin, die zu Beginn der Geschichte 8 Jahre alt sind, vorgestellt: Pauls Familie hungert, er stiehlt Essen und wird dabei von Erwin beobachtet. Dieser hilft ihm jedoch eine Stelle als Laufbursche beim Bäcker zu finden. Trotzdem verliert die Familie Richter ihre Wohnung und muss in ein Obdachlosenasyl ziehen. Gekonnt werden hier politische und gesellschaftliche Problemfelder in einer spannenden Handlung integriert. Bereits der erste Band zeigt, dass vor allem Kinder von der Weltwirtschaftskrise betroffen sind und hungern. Im zweiten Band zieht Mirjam Sabrowsky aus Kattowitz in das Haus Nr. 67 ein. Sie ist Waise und freundet sich u.a. mit Erwin an. Im Mittelpunkt des Bandes steht ein Maskenball, der von den Kindern zugunsten einer Mieterkasse organisiert wird. Der Gewinner der Lotterie gewinnt eine Wohnung, in der er sechs Monate mietfrei leben kann. Paul, der Gewinner, kann so mit seinen Eltern und Geschwistern wieder in das Haus Nr. 67 einziehen. Der dritte Band setzt mit der national-sozialistischen Machtergreifung ein und zeigt, wie sich das Leben der Kinder verändert: Erwins Vater wird interniert, kann aus dem Gefängnis fliehen und muss mit Erwin das Land verlassen. Sie gehen zunächst nach Paris. Hier treffen sie zufällig Mirjam und ihre Tante wieder. Dank der Tante finden Erwin und sein Vater ein neues Zuhause in Nordschweden, wo Erwins Vater im Erzbergbau arbeiten kann. Letztendlich kann auch die restliche Familie nachkommen. Erwin schließt Freundschaft mit dem Lappenjungen Mikolai und lernt so die Kultur der Lappen kennen. Der vierte Band beschreibt den weiteren Exilweg von Mirjam und ihrer Tante, die mit einem überfüllten Schiff nach Argentinien gelangen möchten. Sowohl Erwin als auch Mirjam erleben bereits 1933, wie schwer es ist, außerhalb Deutschlands als Flüchtling eine neue Heimat zu finden. Auf dem Schiff lernt Mirjam weitere Flüchtlinge kennen und freundet sich mit dem gehbehinderten Jungen Lukas sowie dem Schweizer Hans Suter an. Schließlich muss Mirjam auch für das Mädchen Ruth sorgen, da ihre Mutter die Überfahrt nicht überlebt. Ruths Vater lebt in den USA und Mirjam möchte ihm Ruth bringen. Doch die Ankunft in Argentinien gestaltet sich schwierig, denn das Land möchte die Flüchtlinge nicht aufnehmen. Das Schiff fährt von Hafen zu Hafen, gerät schließlich in Seenot und havariert. In einem Rettungsboot können sich sieben Kinder, darunter Mirjam, Ruth, Hans und Lukas auf eine Insel retten, wo sie auf den Franzosen Pascal treffen. Ihre Robinsonade auf der Insel wird im fünften Band skizziert. Die Kinder können schließlich gerettet werden und werden nach New York gebracht. Mirjam macht sich gemeinsam mit Ruth auf die Suche nach Ruths Vater, trifft dabei den dunkelhäutigen Liftboy Hesekiel sowie Zeitungsjungen Mackenzie King. Schließlich finden sie den Vater in Kanada und er adoptiert Mirjam. Hesekiel und Mackenzie gehen zur Armee, um gegen Nazi-Deutschland zu kämpfen. Im siebten Band werden neben der Rückkehr der Familie Suter nach Europa auch die Erlebnisse von Paul Richter geschildert, der ein Mitglied der HJ ist und bei der Fliegerabwehr dient. Er denunziert Leute, macht bei Judenpogromen mit und verliert während eines Bombenangriffes seine Familie. Schließlich bekommt er Schuld-gefühle, hilft einem russischen Zwangsarbeiter bei seiner Flucht und geht mit ihm in die Schweiz. Im achten Band tritt der mittlerweile 21jährige Erwin wieder auf, der mit seinem Freund Mikolai zunächst bei norwegischen Partisanen kämpft und schließlich in der britischen Armee dienen möchte. Er kehrt als britischer Soldat nach Berlin zurück, wird schnell gefangen genommen, kann jedoch mit dem Engländer Lloyd fliehen. Im letzten Band treffen sich Erwin Brackmann, Paul Richter sowie Mirjam Sabrowsky mit den weiteren Freunden im Hause der Familie Suter, auch um die Zukunft bzw. eine bessere Zukunft zu diskutieren. 

Analyse

Die neun Bände der Kinderodyssee, die den Titel Die Kinder aus Nr. 67 trägt, nehmen unterschiedliche Fragen auf, die aus der Exilliteratur für Erwachsene bekannt sind. Bereits in den ersten beiden Bänden zeigt sie Strömungen und politische Entwicklungen der Weimarer Republik. Erwin erinnert sich an seine Jahre in der Nummer 67 zwar ohne einen verklärten Blick, aber zugleich hat er Deutschland nicht vergessen können und beschließt, als englischer Soldat zurückzukehren und die Menschen über die national-sozialistischen Verbrechen aufzuklären. Neben dem Verlust der Heimat setzten sich die kindlichen Protagonisten nach und nach auch mit der Frage auseinander, was es bedeutete als Deutscher im Exil zu leben und auch, welche Rolle Deutschland nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus spielen wird. Mit der Figur Erwin Brackmann hat sich Tetzner explizit mit der Rolle der exilierten Deutschen beschäftigt und lässt einen Soldaten im Jugendroman des Exils auftauchen, der nicht nur Deutschland verlassen hat, sondern auch gegen das NS-Deutschland kämpft. Erwin gehört somit zu jenen Figuren der Exilliteratur, die aktiv gegen den National-sozialismus Widerstand leisten möchten und auch leisten werden. Während einige Protagonisten in Lisa Tetzners Kinderodyssee alle Deutschen hassen und für den Nationalsozialismus verantwortlich machen – etwa das Mädchen Ruth, das die Deutschen für den Tod der Mutter anklagt –, ist Erwin von seinen Landsleuten vor allem enttäuscht. Er will die Menschen aufklären und hofft, auf einen Widerstand von Innen, den er jedoch nur vereinzelt findet. Lisa Tetzner fragt in ihren Kinderbüchern nach der Rolle der Deutschen während und nach Beendigung des Krieges. Deutlich wird, dass sich die Deutschen erst beweisen müssen. Paul Richter und Erwin Brackmann nehmen daher nicht an den Feierlichkeiten zur Gründung des Neuen Bundes im neunten Band teil – sie wollen erst die Anerkennung der anderen Mitglieder gewinnen. Anders als Mirjam stellt sich Erwin auf die Seite seines Freundes Paul und möchte seine alte Heimat wieder aufbauen. Zugleich wird im Romanzyklus auch deutlich, dass der Nationalsozialismus mit der Niederschlagung des Hitler-Regimes nicht beendet ist und man die Vergangenheit nicht vergessen darf (vgl. Tetzner 1992, S. 19). Die Freunde Paul Richter und Erwin Brackmann diskutieren die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen nach dem NS-Regime im letzten Band der Kinderodyssee: Paul möchte "endlich die Vergangenheit vergessen" (Tetzner 1992, S. 143) und fragt, warum man die Vergangenheit nicht vergessen darf. Erwin nennt ihm einige Gründe:

"Siehst du, Pauleken", seine [Erwins – JM] Stimme wurde immer eindringlicher, "wenn wir das alles zu rasch wieder vergäßen oder so täten, als ob es nicht gewesen sei, würde bei uns alles viel zu schnell wieder wie früher werden."(Tetzner 1992, S. 143)

Anders als Paul und Erwin hat Mirjam erst in den USA und dann in England eine neue Heimat gefunden und möchte nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Ihre Sprache ist jetzt Englisch, Erwin dagegen spricht immer noch den Berliner Dialekt.

"Yes, that’s wonderful", äffte er [Erwin] sie [Mirjam] nach, und etwas wie Ärger schwang in seiner Stimme, weil sie mit ihm englisch sprach. Er fand ihr Englisch dumm und geziert. Wie viel schöner klang ihr heimischer Dialekt für seine Ohren. […] "Sprichst du eigentlich heute lieber englisch als deutsch?" fragte Erwin, nachdem er das Boot erreicht hatte.
Mit einem Anflug von Betroffenheit sah sie ihn an. "Oh, excuse me", und deutsch fortfahrend, fragte sie erschrocken: "Magst du es nicht?" "Du sprichst schlecht – es ist ein gewöhnlicher amerikanischer Slang, mit etwas englischer Tünche." (Tetzner 1992, S. 127)

Die Muttersprache verbindet Erwin immer noch mit seiner Heimat und auch nach seinem zehnjährigen Exil möchte er mit Mirjam weiterhin Deutsch sprechen. Deutsch, so Erwin, ist die Sprache, in der aufwuchs und in der "Vater und Mutter sprechen" (Tetzner 1992, S. 127). Mirjam dagegen, die Mutter und Vater früh verloren hat und aus Polen nach Berlin kam, von dort zunächst nach Frankreich und dann in die USA floh, hat nach Erwins Definition keine wirkliche Muttersprache. Mirjam wiederum fällt es schwer selbst mit ihrem Freund Erwin deutsch zu reden. Während Erwin nach Berlin zurückkehrt, entscheidet sich Mirjam für ein Leben in den USA. Sie hat sich in einen US-Amerikaner verliebt, dort neue Freunde gefunden und definiert weiterhin Heimat über Freunde und Partner. Sprache steht für Mirjam im Hintergrund und bedeutet für sie keine Heimat. Eine Sonderrolle erhält bei Tetzner sicherlich die zehnjährige Ruth, die während der Flucht ihre Brüder und Mutter verlor und erst nach langer Zeit ihren Vater gefunden hat. Sie verbirgt ihren Hass gegen die Deutschen nicht und  unterscheidet nicht zwischen dem Exilanten Erwin und Paul: "Sie waren es, die meine Eltern verfolgten, ihretwegen mussten meine Brüder und meine Mutter sterben" (Tetzner 1992, S. 189). Erwin nimmt einen Teil der Schuld auf sich, obwohl er ebenfalls in die Emigration ging. Ein Besuch in Deutschland erscheint ihr wie ein Verrat an ihren toten Angehörigen.

Tetzners Werk gehört der sozialkritischen realistischen Kinderliteratur an und beeinflusst auch die zeitgeschichtliche Kinder- und Jugendliteratur nach 1968. Die Autorin wechselt in ihren Bänden, die auch als abgeschlossene Erzählungen gelesen werden können, Erzählformen und Gattungsmuster: Neben dem Tagebuch, der Robinsonade sind es Ich-Erzählungen oder Abenteuerromane. Nach Bettina Kümmerling-Meibauer lässt sich der Romanzyklus als ein Entwicklungsroman einer Kindergruppe charakterisieren, der von dem Motiv der Irrfahrt zusammengehalten wird (Kümmerling-Meibauer 2004, S. 1065). Im Mittelpunkt stehen somit Kinder, die altern, sich aber nur in Teilen verändern. Mirjam Sabrowski und Erwin Brackmann übernehmen von Beginn an eine Vorbildfunktion und definieren sich als Antifaschisten, so wandelt sich Paul Richter von einem überzeugten Hitlerjungen zu einem kritisch denkenden Menschen, der voller Schuldgefühle ist. 

In der Kinderodyssee werden unterschiedliche Interpretations-möglichkeiten des Nationalsozialismus aufgenommen: Aufgrund der Wirtschaftskrise wendet sich die Familie Richter dem National-sozialismus zu und erhofft sich Wohlstand und Arbeit. Auch die Propaganda-Maschinerie der Nationalsozialisten wird in der Kinderodyssee thematisiert und anhand von Paul Richter und seinen Freunden gezeigt. Die Zeit zwischen 1931 und 1946 wird nicht verharmlost, sondern in ihren unterschiedlichen Facetten dargestellt. Judenpogrome, Konzentrationslager, Bombardierung der Städte, Asyl- und Abschiebepolitik der einzelnen Länder, Erschießung von Deserteuren sowie die Besetzung der Länder Europas werden selbstverständlich in die Handlung integriert. Der Ton ist pazifistisch, auch wenn Erwin Brackmann bewusst mit Waffen gegen die Nationalsozialisten kämpfen möchte. Als er dann Deutschland betritt, muss er erkennen, dass ein Widerstand von innen gegen das nationalsozialistische Regime kaum vorhanden ist. 

Populärrezeption

Eine populäre Rezeption der Kinderodyssee setzte in der BRD erst spät ein. Die ersten beiden Bände wurden 1980 unter dem Titel Die Kinder aus Nr. 67 oder Heil Hitler, ich hätt' gern 'n paar Pferdeäppel verfilmt. Hinzukommen kommen Hörspiele zu den ersten beiden Bänden.

Wissenschaftliche Rezeption

Die Rezeption ihres Œuvres, das im Exil entstanden ist, begann ebenfalls erst spät, was sicherlich auch an der sozialkritischen und zeitgeschichtlichen Ausrichtung der Werke liegt. Lisa Tetzner wurde nach 1945 in Westdeutschland vor allem als Märchenerzählerin wahrgenommen (vgl. Kümmerling-Meibauer 2004, S. 1066). Kümmerling-Meibaur erläutert, dass u.a. auch Jella Lepman (1891-1970), die 1947 eine Ausstellung internationaler Kinder- und Jugendbücher in München organisiert, die Kinderodyssee nicht aufgenommen habe (ebd.). Lisa Tetzner kommentiert den Umgang mit ihrer Kinderodyssee 1949 im Basler Schulblatt:

"Der Angelsachsen herrliche Tugend, die schonungslose Selbstkritik, jene Klarheit und Offenheit den eigenen Fehlern gegenüber, ist dem Deutschen nicht gegeben. 'Sehen Sie', sagte mir eine junge Bibliothekarin, 'ich habe die letzten drei Bände ihrer Kinderodyssee bei Seite getan, weil sie uns zu stark an die Vergangenheit erinnern und uns unsere Fehler zeigen. Wozu sie ans Licht zerren? Wir wissens ja selber!'" (Tetzner 1949, hier zit. nach Bolius 1997, S. 224)

Auch in der DDR hat man die ersten sechs Bände zwar veröffentlicht, aber die Edition dann nach dem 6. Band nicht fortgesetzt.

Insgesamt erscheint die Kinderodyssee in dreizehn Sprachen und wird in "vielen Ländern Schulliteratur" (vgl. Bolius 1997, S. 223). Allerdings wird sie in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg kaum in der BRD beachtet, erst in den späten 1980er und den 1990er Jahren setzen sich Kinder- und Jugendliteraturforscher wie Malte Dahrendorf oder Norbert Hopster mit dem Werk auseinander. Mittlerweile gehören Lisa Tetzner und insbesondere ihre Kinderodyssee auch in der BRD zu den wichtigsten Werken der Exilliteratur für Kinder und Jugendliche und haben die Entwicklung der sozialkritischen und zeitgeschichtlichen Kinder- und Jugend-literatur in Westdeutschland beeinflusst.


Bibliografie

Primärliteratur

  • Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Band 1 und 2. München: DTV 13. Aufl. 1997. [1. Auflage u. d. T. Erwin und Paul 1933.
  • Bd. 2 u.d. T. Das Mädchen aus dem Vorderhaus, 1. Auflage, 1947.
  • Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Band II: Erwin kommt nach Schweden/Das Schiff ohne Hafen. Düsseldorf: Sauerländer 2004. [1. Auflage 1944]
  • Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Band 5/6: Die Kinder auf der Insel/Mirjam in Amerika. Frankfurt am Main: Sauerländer, 3. Aufl. 1989. [1. Auflage 1944, 1945]
  • Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Band IV: War Paul schuldig/Als ich wiederkam. Düsseldorf: Sauerländer 2005. [1. Auflage u.d.T. Ist Paul schuldig 1945; 1946]
  • Tetzner, Lisa: Die Kinder aus Nr. 67. Band 9: Der neue Bund. München: dtv 2. Aufl. 1992. [1. Auflage 1949]

Sekundärliteratur

  • Altner, Manfred (2003): Lisa Tetzner. In: Franz, Kurt/Lange, Günter/Payrhuber, Franz-Josef (Hg.): Kinder- und Jugendliteratur. Ein Lexikon. Corian: Meitingen, S. 1-37.
  • Bieber, Ada: Zwischen Entwurzelung und Weltbürgertum: Mirjam aus Lisa Tetzners Die Kinder aus Nr. 67. In: Andresen, Helga; Bauer, Matthias (Hrsg.): Sprachkultur. Festschrift für Marianne Polz. Siegen: Carl Böschen Verlag 2009, S. 163-170.
  • Bolius, Gisela (1997): Lisa Tetzner. Leben und Werk. Dipa-Verlag: Frankfurt am Main.
  • Hoffmann, Julia (2013): Kurt Held, Die rote Zora und ihre Bande (1941). In: Bräuer, Christoph/Wangerin, Wolfgang (Hg.): Unter dem Wunderschirm. Lesarten klassischer Kinder- und Jugendliteratur. Wallstein: Göttingen, S. 101-113.
  • Kümmerling-Meibauer, Bettina (2004): Lisa Tetzner. In: Kümmerling-Meibauer, Bettina: Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Ein internationales Lexikon. Band 3: Q-Z. Sonderausgabe. Metzler: Stuttgart, S. 1063-1067.
  • Mikota, Jana: Die Kinder auf der Insel – Insu Pu – Das Eismeer ruft: Die Robinsonade in der Kinder- und Jugendliteratur des Exils. In: Bieber, Ada; Greif, Stefan; Helmes, Günter (Hrsg.): Angeschwemmt – Fortgeschrieben. Robinsonaden im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert. Würzburg: Königshausen & Neumann 2009, S. 36-54.
  • Weinkauff, Gina (1995): Natur und Stadt in Lisa Tetzners Kinderodyssee. In: Nassen, Ulrich (Hg.): Naturkind, Landkind, Stadtkind. Literarische Bilderwelten kindlicher Umwelt. Fink: München 1995, S. 107-121.
  • Wrobel, Dieter (2010): Lisa Tetzner: Die Kinder aus Nr. 67 (Erwin und Paul/Das Mädchen aus dem Vorderhaus). Dilemmageschichten aus dem Vorkriegs-Berlin. In: Wrobel, Dieter: Vergessene Texte der Moderne. Wiederentdeckungen für den Literaturunterricht. Wissenschaftlicher Verlag Trier: Trier, S. 176-191.

Internet

  • http://www.basisfilm.de/60jahre_kriegsende/fb_kinder_nr.pdf

Erstveröffentlichung: 02.09.2014)


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