Die Volksliedstrophe ist eine Sammelbezeichnung, die eine Vielzahl von Strophenformen bezeichnet. Tendenziell gekennzeichnet ist die Volksliedstrophe durch einen relativ ungeregelten Versbau, der häufig durch jambische Versfüßen gebildet wird, einen einfachen Strophenbau und (einfache) Reimbindungen. 

Explikat 

Eingesetzt wird die Volksliedstrophe, die sich häufig aus vier Verszeilen zusammensetzt, u. a. im Kinder- oder Kirchenlied, wobei diese Verbindung auch in der Bezeichnung selbst hervorgehoben wird. Der liedhafte Charakter von Matthias Claudius’ Abendlied wird demzufolge auch nicht nur durch den Titel betont, sondern auch durch den Einsatz der Volksliedstrophe: 

Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus dem Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

(Claudius 2003 [1779])


Literatur 

Erstveröffentlichung: 16.12.2016


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