Asyndeton: rhetorische Figur, unverbundene Aufzählung von Wörtern oder Satzteilen 

Explikat

Das Asyndeton ist eine Wortfigur, bei der mehr als zwei grammatisch und inhaltlich koordinierte Satzglieder unverbunden aneinander gereiht werden (vgl. Spörl 2007). Das Asyndeton steht damit im Gegensatz zum Polysyndeton. Mögliche Satzglieder sind dabei Einzelwörter, kleine Wortgruppen oder auch ganze Satzteile. Funktional können über das Asyndeton zum einen die Prägnanz und Kürze der Reihung ausgedrückt werden, zum anderen aber auch die Dynamik, das Tempo oder die Spannung des erzählten Geschehens verdeutlich werden (vgl. ebd.).

So zeugt die asyndetische Beschreibung des Badens im Ferienheim in Seebühl am Bühlsee von der benannten Dynamik der erzählten Situation:

Dann rennen wieder die Bademätze rudelweise in den kühlen, flaschengrünen See hinein, planschen, kreischen, jauchzen, krähen, schwimmen oder tun doch wenigstens, als schwömmen sie. (Kästner 2000, S. 8)

 


Literatur  

Primärliteratur

  • Kästner, Erich: Das doppelte Lottchen. Hamburg: Cecilie Dressler Verlag, 2000.

Sekundärliteratur

Erstveröffentlichung: 15.09.2015

 


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